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Ausstellungen seit Vereinsgründung [hier]
Besuch im Kunstmuseum Ravensburg
Im dichten Nebel startete am 25. Februar 2026 eine Gruppe von Kunstfreunden nach Ravensburg zu der Gabriele Münter-Ausstellung. Dort angekommen strahlte die herrliche Frühlingssonne. Der erste Teil der Ausstellung war den fotografischen Werken der Künstlerin, die vor allem auf ihrer Amerikareise entstanden waren, gewidmet. Unter dem Titel „Das reisende Auge“ war zu jedem Foto Münters eines der Fotografin Kathrin Sonntag arrangiert. So sollte ein „Dialog“ zwischen den Werken der beiden Künstlerinnen dargestellt werden.
Der zweite Teil der Ausstellung zeigte Gemälde und Holzschnitte von Gabriele Münter aus ihren Anfängen, über die expressive Phase des „Blauen Reiters“, bis hin zu Abstraktionen im Spätwerk der Künstlerin.
Über die wunderschöne Schwäbische Alb ging die Fahrt zurück.
P.S.
Photo: Petra Sigmund
Besuch im Städtischen Museum Bietigheim
„Wolken in der Kunst“ heißt die interessante und abwechslungsreiche Ausstellung, die eine Gruppe von Kunstfreunden am 10. Februar 2026 besuchte. In der gut aufgebauten Führung wurde gezeigt, wie die verschiedenen Kunstepochen das Thema Himmel und Wolken auffassten und darstellten. Noch in der Renaissance war der Himmel mit seinen Wolkengebilden göttlichen Darstellungen vorbehalten. Bis in die moderne Kunst veränderte sich dies. Von dramatischen, realistischen Wolkenbildern führte der Weg zu teils fotografischen Installationen und bemalten Objekten wie z.B. einer Himmelstreppe (Geoffrey Hendriks), auf der symbolträchtig Steine liegen.
P.S.
Photo: Petra Sigmund
AUSZUG
aus dem Protokoll der Jahreshauptversammlung am 30. Januar 2026
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3a
Herr Dr. Schneider wies darauf hin, dass der Verein sehr viele ältere Mitglieder zählt. Der Verein braucht aus Altersgründen einen neuen Vorstand. Schon bei der letzten Jahreshauptversammlung wurde dies thematisiert. Auch wurde sowohl in den Amtsblättern als auch in Briefen an die Mitglieder gebeten, sich für ein Amt im Vorstand bereit zu erklären. Bis auf 1 Mitglied hat sich niemand gemeldet. ……
3b
Die stellvertretende Vorsitzende, Frau Jacob berichtete über die Ausflüge und Aktivitäten des vergangenen Jahres.
3c/d
Es folgte der Bericht des Schatzmeisters, Herrn Christophers. Die Kassenprüferin Frau Kohler erklärte, dass die Kasse mit Sorgfalt geführt wurde und in Ordnung ist.
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7.
Da sich kein Kandidat als Vorstandsmitglied gemeldet hat, konnte keine Wahl erfolgen.
P.S./J.S.
Expressionismus in Baden-Baden
Nebelsuppe und Nieselregen begleiteten 22 Kunstfreundinnen und -freunde am 28. Januar nach Baden-Baden. Im Burda-Museum veranschaulichten Künstlerinnen und Künstler wie z.B. Max Liebermann, Lovis Corinth, Max Slevogt, Sabine Lepsius oder Dora Hitz mit insgesamt 108 Meisterwerken die Impressionistische Revolution in der Kunstgeschichte Deutschlands. Die Entdeckung von Farbe und Licht in den Werken ergänzt durch die lichtdurchflutete Architektur des Museums Frieder Burda, das durch den New Yorker Stararchitekten Richard Meier als Tageslichtmuseum konzipiert wurde, machte für uns den willkommenen Gegenpart zum grauen Baden-Badener Himmel aus. Dass diese Ausstellung dem glamourösen Ambiente der Stadt entspricht, zeigen Besucherzahlen von bis zu 1.500 Personen pro Tag.
Die Stars der Ausstellung sind sicherlich Liebermann, Corinth und Slevogt, die für uns mit Hilfe unserer temperamentvollen
und versierten Führerin Florina aus Costa Rica lebendig in Szene gesetzt wurden. Da litt man fast mit Kaiser Wilhelm I mit, der sich glatte Farbaufträge und würdige Motive wie religiöse oder
mythologische Darstellungen oder zumindest Portraits ‚Seiner Majestät‘ wünschte, und stattdessen Alltags- oder Landschaftsdarstellungen, Figurenbilder und arrangierte Stillleben hinnehmen musste. Max
Liebermann (1847-1935) war seit dem Ersten Salon der Impressionisten in Paris 1874 ein begeisterter Vertreter und Vorreiter dieser revolutionär neuen Strömung. Und die Zeitgeschichte mit ihren
Erfindungen und der Industrialisierung unterstützte ihn dabei: 1832 wurde die erste Farbtube entwickelt und ersetzte die Schweineblasen, die bis dato beim Malen eingesetzt wurden, wobei die Farben
mühsam selbst angerührt werden mussten und viel zu schnell trockneten. Am Ende des Jahrhunderts stellte die Chemische Industrie synthetische, beständige Farben wie Kobaltblau oder Kadmiumgelb zur
Verfügung, die es den Künstlern nun erlaubte, im Freien zu malen. Farben, mit einer dynamischen Pinselführung, ohne Rücksicht auf darzustellende Details, auf die Leinwand gespritzt oder mit Spachteln
aufgetragen, buhlten um die bestmögliche Wirkung des Lichtes.
Eine durchgängige
Straßenbeleuchtung in großen Städten im 19. Jahrhundert führte zudem zu Darstellungen nächtlicher Straßenszenen des mondänen Berlins wie jenen von Lesser Uri (1861-1931), die aus einer Privatsammlung
ihren Weg in die Ausstellung gefunden haben und von uns somit als relativ unbekannte ‚Licht-Schätze der Nacht‘ bestaunt werden konnten.
Max Liebermann war Jude und wurde später unter den Nationalsozialisten als entarteter Künstler verfemt, seine Werke aus Museen entfernt. Das konnte aber seiner grundsätzlichen Strahlkraft, die bis
heute besteht, nichts anhaben.
Wer beim Lesen Lust bekommen hat, das Burda Museum selbst einmal zu erkunden, der kann ab dem 28.02. – 02.08.2026 Werke des 20. Jahrhunderts bewundern, „Wettstreit mit der Wirklichkeit. 60 Jahre Fotorealismus“.
Marion Reich
Fotos: @Brigitte Kehl