Vortrag zum Thema „Maler und Modell“

und

Besuch der Ausstellung „Mythos Atelier“

 

 Für die Kunstfreunde begann das Jahr 2013 mit zwei besonderen Leckerbissen. Als Einstimmung auf den Besuch der Ausstellung „Mythos Atelier – Künstlerräume von Carl Spitzweg bis Bruce Naumann“ am 19. und 21.01. in der Staatsgalerie Stuttgart, hielt die Kunsthistorikerin Ricarda Geib am 10.01. im Musiksaal der Steinenbronner Schule einen mitreißenden Lichtbildervortrag zum Thema „Maler und Modell – Blick ins Atelier (von Rembrandt bis Picasso)“. Der Vortrag vermittelte nicht nur intime Einblicke in das Verhältnis zwischen Künstlern und ihren Modellen, sondern er erhöhte den Appetit auf die Führungen mit Frau Geib in der Staatsgalerie.So unterschiedlich die Künstler, so unterschiedlich präsentieren sich ihre Ateliers. Wir lernten bescheidene und riesige Räume kennen, gemalt von den Künstlern selbst oder von Kollegen, Räume, in denen gleichzeitig gewohnt und Gäste empfangen werden, aber auch solche, die lediglich mit einer Staffelei und einer Ablage für die Malutensilien möbliert, den Künstlern keinerlei Ablenkung erlauben. Für diejenigen, die 2012 das Picassomuseum in Barcelona besucht hatten, gab es ein Wiedersehen mit Picassos ironischer Interpretation von Velasquez’ „Las Meninas“ (Die Hoffräulein), das den spanischen Künstler beim Malen der Infantin Margarit

Aus der Jahreshauptversammlung am 30.01.2013

 
 

Die diesjährige Jahrehauptversammlung, bei der 39 Mitglieder erschienen waren, fand im Landgasthof Rössle statt. Nach der Begrüßung durch die 1. Vorsitzende, Frau Gertraude Fydrich, und der Feststellung, dass die Versammlung beschlussfähig sei, richtete Frau Fydrich die Grußworte des Steinenbronner Bürgermeisters, Herrn Johann Singer, an die Mitglieder.

Der Rechenschaftsbericht 2012 machte deutlich, dass der Vorstand für die 108 Mitglieder auch im vergangenen Jahr wieder ein Programm auf die Beine gestellt hatte, das auf großes Interesse stieß:

  • 13 Kunstausflüge bzw. Museumsbesuche
  • 4 Ausstellungen in Waldenbuch und Steinenbronn
  • 1 Kunstreise für Mitglieder nach Barcelona
  • 7 Ausstellungs- bzw. Museumsbesuche.

Monatliche Stammtischabende mit einem Themenabend zu Niki de Saint Phalle und einem Lichtbildervortrag über Barcelona rundeten das Programm ab. Sämtliche Veranstaltungen waren gut besucht.

Darüber hinaus befasste sich der Vorstand mit Satzungsänderungen, rechtlichen und steuerrechtlichen Fragen sowie Fragen zur Vereinshaftung und gab eine neue Website in Auftrag.

Ausblick auf 2013:

Zusätzlich zu den Ausflügen und Museumsbesuchen sind geplant:

  • 14.04. Ausstellung mit Studenten der Kunstakademie Nürtingen in Steinenbronn
  • 11.05./12.05. Workshop für Mitglieder des Künstlerforums mit Heinz Hofer
  • 07.07. Ausstellung „Malzeiten in Waldenbuch“ des Künstlerforums anlässlich des Jubiläumsjahres
  • 09. – 15.09. Kunstreise nach Nizza
  • 06.10. Ausstellung mit Rolf Spies und Andreas Futter in Waldenbuch.

Zum Kassenbericht von Herrn Dr. Schneider wurden Fragen zu verschiedenen Aufwendungen gestellt, die aufgrund der einmaligen Kosten für Homepage und Anwaltsberatung höher als üblich waren. Die Kassenprüfung im Januar 2013 durch Frau Gechter und Herrn Haug bestätigte die ordnungsgemäße Kassenführung durch Herrn Dr. Schneider.

Bei 5 Enthaltungen (Vorstand) wurden der Vorstand und der Schatzmeister entlastet.

Satzungsänderungen: Über Änderungen zu den §§ 2, 6, 9 und 13 der Satzung wurde nach lebhafter Diskussion abgestimmt. Die Änderungen werden nach Genehmigung durch das Registergericht Böblingen auf unserer Homepage veröffentlicht. Die Mitglieder erhalten mit dem Programm für das 2. Halbjahr eine geänderte Satzung.

Beitragsfestsetzung: Eine Beitragserhöhung wurde abgelehnt.

Vereinsordnung: Die Versammlung beauftragte den Vorstand, eine Vereinsordnung zu erstellen, in der u.a. Ausnahmen vom regulären Beitragssatz festzulegen sind, und diese durch die nächste Jahreshauptversammlung genehmigen zu lassen.

Homepagepflege und Amtsblätter: Für den Weblog auf der Homepage und die wöchentlichen Informationen in den Amtsblättern ist dringend eine Vertretung erforderlich, ggf. auch gegen Aufwandsentschädigung.

Nach dem offiziellen Ende der Jahreshauptversammlung stellte Frau Fydrich die neue Homepage vor. Anschließend informierte Frau Darga über die Kunstreise 2013 nach Nizza/Cote d’Azur. Die 25 Plätze waren innerhalb kurzer Zeit vergeben.

Zwischen „komischer“ und sakraler Kunst in Heilbronn

 

 

Am Samstag, 16. Februar, führte uns ein Ausflug nach Heilbronn. Unter der temperamentvollen Führung der Kuratorin der Ausstellung „GNADENLOS – Künstlerinnen und das Komische“ in der Kunsthalle Vogelmann, Frau Dr. Rita E. Täuber, machten wir Bekanntschaft teils kurioser Bilder, Installationen und Skulpturen von 27 Künstlerinnen des 19. und 20. Jahrhunderts. Mit Humor und Ironie karikiert die Ausstellung die bis heute männlich geprägte Kunstszene. Selten haben wir bei einer Führung so oft geschmunzelt und gelacht wie in dieser Ausstellung.

 

Nach der Mittagpause und einem kurzen Blick auf das historische Rathaus besuchten wir die Ev. Kilianskirche mit dem berühmten Seyfer-Altar.

Das filigrane Schnitzkunstwerk aus Lindenholz aus dem 15. Jahrhundert war während der Bombardierung Heilbronns in einem Salzbergwerk eingelagert und entging dadurch der Zerstörung.

 

Im zeitgenössischen Gewand informierte die Führerin über die Geschichte der Kirche, wies auf den derzeitigen Streit über geplante moderne Glasfenster hin und wandte sich schließlich dem prächtigen Altar zu. Museumspädagogisch erfahren verteilte sie Fotos mit Details des Altars und ließ uns danach suchen, während sie die Besonderheiten der Darstellungen erläuterte.

 

Zum Abschluss des wie immer perfekt von Frau Wizemann organisierten Ausflugs machten wir dem Käthchen von Heilbronn unsere Aufwartung, das in einer tristen Wohngegend leider kaum zur Geltung kommt. (Fy)

 

Freitag, 8. März 2013, Besuch der Sammlung Froehlich in Leinfelden-Echterdingen

 

Durch die zeitgenössische Sammlung Froehlich führte die Kunsthistorikerin Cornelia Buder, den Kunstfreunden durch Führungen im Museum Ritter wohl bekannt. Sie öffnete uns die Augen für die weltbekannten Kunstwerke der Sammlerfamilie und gestattete uns einen Blick hinter die Kulissen.

 

Joseph Froehlich begann erst spät mit dem Sammeln von Kunstwerken, für die er auf

seinem Firmengelände ein Museum baute, nachdem sich das Vorhaben zerschlagen

hatte, in Stuttgart ein Museum zu bauen. Seine Sammlung enthält Werke von Joseph

Beuys, mit dem er befreundet war, Anselm Kiefer, Gerhard Richter, Bruce Nauman,

Elmgreen & Dragset, Damien Hirst und Zhan Wang u.a.. Ihm war wichtig, nicht nur

einzelne Werke eines Künstlers, sondern Werkreihen, sog. Sammlungsblöcke zu erwerben.

Anselm Kiefer: Wege der Weltweisheit – die Hermannsschlacht (1978) Acryl, Schellack, Holzschnitt auf Papier aufgezogen auf Leinwand

 

 

Die Freie Kunstakademie Baden-Württemberg zu Gast in Steinenbronn

 

Bei heiterem Frühlingswetter fand am Sonntag, den 14.04., die Eröffnung einer besonderen Ausstellung im Rathaus Steinenbronn statt. Studierende und Absolventen der Freien Kunstakademie Baden-Württemberg (kurz: FKBW) präsentieren zur Zeit ihre umfangreiche Werkschau, die einen weiten Bogen spannt von Keramik bis hin zur Medienkunst und Performance. Die FKBW teilt sich auf zwei Standorte Fellbach und Nürtingen auf. In Nürtingen können neben den klassischen Bereichen – Zeichnen, Malerei, Bildhauerei und Fotografie – das seltene Studienangebot Keramik und seit kurzem auch Comiczeichnen studiert werden. Nicht nur die künstlerischen Bereiche, auch das Herangehen der jungen Menschen an ihr jeweiliges Fach könnte unterschiedlicher nicht sein. Hier die großformatigen Comics, die den Eingangsbereich beherrschen, und den Betrachter schmunzeln lassen, dort Babyskulpturen aus Keramik, deren beklemmende Verletztheit erst beim zweiten Hinsehen erschauern lässt. Computergestütztes Zeichnen und Videoinstallationen veranschaulichen den Einzug der Technik in die Kunst.

Nach der Begrüßung und der Vorstellung der elf Künstlerinnen und Künstler durch Frau Fydrich spannte Herr Bürgermeister Singer in seinem Grußwort einen Bogen von Picasso bis zu den anwesenden Künstlern und Künstlerinnen und ließ erkennen, dass er das Rathaus für Ausstellungen gerne zur Verfügung stellt.

Frau Dr. Burtschell, Leiterin der FKBW Nürtingen, ging auf die ausgestellten Werkstücke ein, bedankte sich bei Frau Jacob für die besondere Unterstützung und berichtete von der schwierigen Situation der Freien Kunstakademie. Auch die jungen Kunstschaffenden erzählten von ihren Schwierigkeiten, ohne Zweitberuf, der das Auskommen absichert, von ihrer Berufung zu leben.

Für die temperamentvolle musikalische Umrahmung sorgten Cora Walz (Gesang) und Martin Schaffner (Gitarre).

Die Ausstellung ist während der Rathausöffnungszeiten Montag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr sowie Dienstag von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Zur Finissage am 7.6. um 17:00 Uhr, bei der die Künstlerinnen und Künstler anwesend sein werden, laden wir herzlich ein.
 

 


 

 

 

 

5. bis 7. Juli: Reinwalt Renz – Gemälde-Werkschau

 

Reinwalt Renz veranstaltete vom 5. bis 7. Juli im Atelier seines Hauses Liebenaustr. 57, Waldenbuch, eine Gemälde-Werkschau mit Verkauf zu Jubiläums-Sonderpreisen.
Weitere Bilder waren in den Ausstellungen ab 7. Juli

- im Alten Rathaus in Waldenbuch und
- in der Vereinigten Volksbank, Waldenbuch, Gartenstr. 3
zu sehen.

Samstag, 1. Juni 2013: Kunstausflug nach Waiblingen

 

„Die Umkehrung des Motivs im Bilde gab
mir die Freiheit, mich mit malerischen
Problemen auseinanderzusetzen.“
(Georg Baselitz)

 

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln fuhren wir nach Waiblingen und sahen als erstes die stark angeschwollene Rems. Beruhigend, dass die Feuerwehr den Fluss im Auge behielt, denn unser Ziel, die Galerie Stihl, liegt sehr nahe.
Frau Dr. Ute Schönfeld-Dörrfuß führte uns in exzellenter Weise durch die Sommerausstellung 2013 der Galerie mit dem Thema „Georg Baselitz – Romantiker kaputt“. Die Ausstellung entstand in Kooperation mit der Stiftung Moritzburg, Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt, präsentiert circa 120 hochkarätige Arbeiten aus der Privatsammlung GAG und widmet sich dem künstlerischen Schaffen von Georg Baselitz. Als Hans-Georg Kern 1938 im sächsischen Deutschbaselitz geboren, feierte der Künstler im Januar 2013 seinen 75. Geburtstag. Er zählt heute sowohl in Deutschland als auch international zu den Protagonisten der Gegenwartskunst. Im Fokus der Ausstellung steht sein zeichnerisches und druckgrafische Werk, ergänzt durch bedeutende Gemälde. Mit diesem speziellen Blickwinkel fügt sich das Projekt in die Waiblinger Ausstellungsreihe zu Künstlern wie Turner, Kirchner, Nolde, die vornehmlich für ihr malerisches Werk berühmt sind und parallel dazu ein hochinteressantes grafisches OEuvre geschaffen haben.

 

 

Nach der Mittagpause, die wir im Café Disegno gleich  neben der Galerie Stihl Waiblingen wahlweise mit Kaffee und Kuchen oder einer leckeren Suppe verbrachten, begann um 13.00 Uhr ab der Galerie eine historische Stadtführung durch Waiblingen mit Herrn Dr. Hans-Ingo von Pollern. Er führte uns sehr versiert zu den markantesten Sehenswürdigkeiten und ließ die Geschichte Waiblingens lebendig werden. Wir lernten den Beinsteiner Torturm und das Bädertörle kennen, liefen entlang der alten Stadtmauer und blickten auf die heftig tosende Rems. Weiter ging’s zum Marktplatz mit dem alten Rathaus, anschließend zum Kirchenhügel mit Michaelskirche und Nonnenkirchle. Zum Abschluss bestiegen wir den imposanten Hochwachtturm.
Glück im Unglück hatten wir mit dem Wetter, es regnete zwischendurch immer wieder und war für die Jahreszeit zu kalt, weshalb wir gleich nach der Stadtführung heimfuhren. Die Galerie Stihl ist auf alle Fälle ein Besuch wert, und freuen wir uns jetzt schon auf den nächsten Besuch. (B.W.)

 

7. Juli 2013: Vernissage im Rathaus Waldenbuch „Malzeiten in Waldenbuch“

 
 

Unter diesem Motto stellt das Künstlerforum seit dem 7. Juli bis zum 30. September Bilder und Collagen aus, die bis auf wenige Ausnahmen Waldenbuch als Motiv zeigen oder in Waldenbuch entstanden sind. Organisiert hat die Ausstellung wieder in bewährter Weise mit tatkräftiger Unterstützung weiterer Vereinsmitglieder Frau Helga Jacob.

 

Die Gäste der Vernissage lobten die tadellose Organisation und die Durchführung der Veranstaltung. Das sonnige Sommerwetter lockte ins Freie und war damit eine ernst zu nehmende Konkurrenz für unsere Vernissage, so dass sich die Gäste nicht gegenseitig auf die Füße treten mussten. Die Auswahl der Exponate, vor allem die Präsentation der – teils unfertigen – Werkstücke aus dem Workshop mit Heinz Hofer fand großen Anklang.

 

Herr Bürgermeister Lutz brachte in seiner Begrüßung zum Ausdruck, dass er die Ausstellungen der Kunstfreunde als Bereicherung für das Rathaus betrachtet. Außerdem hob er die Qualität und den Umfang des neuen Halbjahresprogramms der Kunstfreunde hervor.

Frau Fydrich ging in ihrer Einführung der Frage nach, wann Kunst als Kunst zu bezeichnen ist, und wann Künstler als Künstler gelten. Ihrer Ansicht nach verdienen nicht nur Berufskünstler, sondern auch Künstler, die über weite Strecken ihres Lebens hinweg einen großen Teil ihrer Freizeit für ihre Passion opfern,  sich autodidaktisch oder durch Seminare bei bekannten Künstlern weiter entwickeln, alle Achtung und Anerkennung. Der Begriff Hobbykünstler vermittelt ein falsches Bild und wird ihnen nicht gerecht.

 

Das musikalische Rahmenprogramm mit Arien unter anderem aus Mozarts Cosi fan tutte mit Franziska Bopp,  in der Klavierbegleitung von Inna Domracheva, brachte das Rathaus zum Klingen und fand großen Beifall.

Ein herzliches Dankeschön an Frau Jacob und alle Aktiven, die zum Gelingen der Vernissage beigetragen haben.

20. Juli 2013: Ausstellung “Erich Heckel – Der große Expressionist” in Balingen

 

 

Am Samstag, 20. Juli, fuhr eine Gruppe Kunstinteressierter nach Balingen. In der Stadthalle führte uns die Kunsthistorikerin Andrea Werner sehr versiert durch die großartige Ausstellung „Erich Heckel – Der große Expressionist“.

 

Das gesellschaftliche Leben zwischen 1900 und 1920 unterlag grundliegenden Veränderungen: Jugendstil, neu verstandenes Bürgertum, Revolutionen in der Mode, bahnbrechende Erkenntnisse in der Medizin differenzierte Rückbesinnung auf traditionelle Werte, industrielle Dynamik und Fortschrittsglaube. Es war auch die Zeit der expressionistischen Künstlergruppen „Die Brücke“ hier wirkte Erich Heckel mit – und dem „Blauen Reiter“.

 

Heckel blieb den typisch expressionistischen Themen treu. Spannend erschließt sich in der Ausstellung dem Betrachter der Badenden, Akt, Tänzer, Artisten, Soldaten, Stillleben, Selbstporträts und Landschaften seine künstlerische Neuinterpretation während mehrerer Jahrzehnte.
Nach der Mittagspause auf der großen Terrasse des Stadthallen-Restaurants konnten wir weitere Exponate von Heckel in der Zehntscheuer bewundern.

Für alle, die noch nicht in der Ausstellung waren, ein heißer Tipp – hinfahren! (B. W.)

 

Dienstag, 27. August, 19.00 Uhr: „Hier schimmert alles blond wie Milch und Honig“

Powerpointvortrag mit der Kunsthistorikerin Ricarda Geib über das Künstlerparadies Côte d’Azur: Von Picasso bis Chagall. 

Im Anschluss an den Vortrag verteilte Frau Darga die Reiseunterlagen für die Nizza-Reise im September 

 

9. bis 15. September 2013: Kunstreise nach Nizza und die Cote d’Azur

 

„Farbe egal – Hauptsache blau“

könnte über vielen Kunstwerken von Henri Matisse, Marc Chagall und Pablo Picasso stehen, die im besonderen Licht der Côte d’Azur entstanden. Ebenfalls beeindruckt von der Farbe Blau war Yves Klein, der sogar den Himmel über Nizza signiert haben soll. In fünf ausgefüllten Tagen lernten wir nicht nur Museen und Ausstellungen mit den Werken der weltberühmten Künstler kennen, sondern auch die Städte Nizza, Cannes und Antibes. Wir besuchten die Villa Ephrussi de Rothschild auf Cap Ferrat mit ihren herrlichen Gärten, die Stiftung Maeght, idyllisch bei St. Paul de Vence gelegen, und eine Parfümerie in Grasse. Persönlich beeindruckten mich am stärksten die von Matisse mit letzter Kraft gestaltete „Chapelle du Rosaire“ in Vence und im Vergleich dazu das Tafelgemälde „Krieg und Frieden“ von Picasso in der Kapelle in Vallauris. Picasso soll es aus Eifersucht auf seinen Kollegen gemalt haben. In Auguste Renoirs ehemaligem Wohnhaus in Cagnes-sur-Mer gewannen wir einen Einblick in dessen Leben. Mit Matisse hatte er bei aller Unterschiedlichkeit gemeinsam, dass beide trotz Krankheit und körperlicher Einschränkungen bis kurz vor ihrem Tod beinahe exzessiv malten. 
   Nach einem überwältigenden Augenschmaus legten wir in einem Wald bei Antibes eine Picknick-Pause mit Köstlichkeiten ein, die wir zuvor auf einem provenzalischen Markt eingekauft hatten.
   Es ist Tradition, dass die Kunstreisen mit einem gemeinsamen landestypischen Essen abschließen. In einem urfranzösischen Lokal am Blumenmarkt in Nizza genossen wir ein malerisch angerichtetes Menü. Auch das ist Kunst!
   Der herzliche Dank der Reisegruppe galt der perfekten Organisation, dem abwechslungsreichen Programm, den ausgezeichneten Führungen sowie der persönlichen wie technischen Zuverlässigkeit des uns begleitenden Busunternehmers.
   Fehlt noch etwas? Ach ja: Das traumhafte Wetter und der an allen Tagen phantastisch blaue Himmel über dem azurblauen Meer trugen ebenfalls zur Begeisterung der Mitreisenden bei.
 

 

Einweihung der Stele für den schwäbischen Merian Walter Romberg (1898 – 1973)

 

Drei Tage vor dem Großen Zapfenstreich, der die Aktivitäten im Jubiläumsjahr 2013 abschloss, wurde die Stele für den Maler und Radierer Walter Romberg enthüllt. An der kleinen würdevollen Zeremonie am 30. September an der Ecke Bahnhof-/Hintere Seestraße nahmen nicht nur Waldenbucher Bürger teil, sondern auch Gäste aus Filderstadt sowie als Ehrengast Herr Walter Zöllner, Erbe und Verwalter von Walter Rombergs umfangreichem Nachlass.

 

Herr Bürgermeister Lutz ging in seinem Grußwort auf das außergewöhnliche Stelenprojekt des Arbeitskreises „Nachhaltiges Projekt“ ein, das an historische Personen und Ereignisse in Waldenbuch erinnern soll. Er wies drauf hin, in welcher schwierigen Zeit der Künstler Walter Rombach gelebt hatte; einer Zeit, an die sich nur noch die Alten unter uns erinnern. Radierungen Rombergs in den Waldenbucher Wohnstuben, mit denen das Ehepaar Romberg seine Schulden bezahlt hat, lassen erahnen, in welcher finanziellen Lage es sich befand, nachdem es aufgrund der Ausbombung in Stuttgart in einer Notunterkunft im Schloss unterkam. Herr Siegfried Schulz erhielt für seine einfühlsamen Worte über den Künstler viel Anerkennung. Wie zuvor Frau Fydrich in ihrer Begrüßung zitierte er aus einem Gedicht, das der Hausarzt Dr. Harald Gerlach für seinen lebenslangen Freund Romberg anlässlich dessen Umzugs nach Stuttgart-Sonnenberg 1951 verfasste. So erfuhren die Zuhörer, dass die Idee der Kunstfreunde Waldenbuch & Steinenbronn, für Walter Romberg einen Ort der Erinnerung zu schaffen, auf einen Wunsch Dr. Gerlachs zurückgeht, der damals reimte:

„Und schon rät man dankerfüllt,// wie und wo ein schönes Schild// sichtbar anzubringen sei,// dass es weithin wahr und treu// stünde: Hier hat dann und wann// einst geweilt ein großer Mann!“

Nach der Enthüllung der Stele bedankte sich Herr Zöllner herzlich bei allen, die dazu beigetragen hatten, dass mit dieser Stele Walter Romberg aus dem Vergessen geholt wurde.

 

Die Kunstfreunde bedanken sich bei Herrn Bürgermeister Lutz für seine ausgesuchten Grußworte, Herrn Schulz für sein Künstlerportrait sowie dem Arbeitskreis „Nachhaltiges Projekt“ für die Idee und die Ausführung des Stelenprojekts. 

 

Bildkalender „Die Welt der Tiere und Pflanzen“ an die OSS übergeben

„Der Kalender ist wunderschön geworden!“,
waren sich alle einig, als am Mittwoch, den 13. November 2013 der Vorstand der Kunstfreunde die von Schülern und Schülerinnen gestalteten Bildkalender in einer kleinen aber feinen Zeremonie an die Schule übergab.

 

Das Forum war festlich in den Farben des Titelblatts mit Alpenveilchen und bunten Bändern dekoriert. Fast alle SchülerInnen, deren Bilder den Kalender schmücken, und einige Eltern, waren anwesend. Der Schulleiter, Herr Metzger, bedankte sich beim Vorstand der Kunstfreunde dafür, ein Kunstprojekt mit der Schule durchzuführen, die Kosten dafür zu übernehmen und den Erlös schulischen Zwecken zur Verfügung zu stellen.

 

Frau Fydrich betonte, dass die Idee, schon bei den Kindern mit der künstlerischen Förderung zu beginnen, schließlich einer der Vereinszwecke sei. Anschließend stellte sie die Bilder und ihre Urheber vor.

 

Frau Wechßler-Frieß und Frau Klinger, die beteiligten Lehrerinnen, schilderten den Werdegang des Projekts.
Großen Beifall erhielt ein Gedicht zum Kalender, das Helen Hüftle und Lara Kröz abwechselnd vortrugen.

 

Als Anerkennung erhielten alle beteiligten Kinder, die beiden Lehrerinnen sowie der Fotograf Wolfgang Wartbiegler, der die Bilder digitalisiert hatte, je einen Kalender.

Zum Abschluss bedankte sich Frau Fydrich im Namen des gesamten Vorstands für die gute Zusammenarbeit mit der Schule sowie für den prächtigen Blumenstrauß.

 

Damit begann der Verkauf, und der dicke Stapel Kalender nahm in kurzer Zeit beträchtlich ab.
 

Sonntag, 1. Sept. 2013

 

Ausflug nach Baden-Baden

 

Besuch der Ausstellung „Emil Nolde –

Die Pracht der Farben“ sowie

Stadtspaziergang:

„Russland zu Gast in Baden-Baden"


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Samstag, 17. August 2013:

 

Städtische Galerie in Bietigheim-Bissingen: Linolschnitt

heute IX – Grafikpreis der Stadt Bietigheim-Bissingen.

 

 

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Samstag, 20. Juli 2013: Ausflug nach Balingen


Der erste Ausflug im 2. Halbjahr 2013 der Kunstfreunde

Waldenbuch & Steinenbronn

führte uns nach

 

  • Balingen in die Ausstellung „Erich Heckel -

      Der große Expressionist“ mit Werken aus dem

      Brückemuseum Berlin.


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Samstag, 1. Juni 2013:

 

Ausflug nach Waiblingen


Galerie Stihl „Georg Baselitz - Romantiker kaputt“,

         sowie historische Führung durch die Altstadt

         Waiblingens


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Samstag, 4. Mai 2013: Ausflug nach Bern

 

  • Ausflug nach Bern mit Zentrum Paul Klee und

         Bummel durch die UNESCO-Altstadt



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Freitag, 5. April: Otto Dix und die Neue Sachlichkeit

 

  • Besuch der Ausstellung im Kunstmuseum Stuttgart

 
 

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Freitag, 8. März: Sammlung Froehlich in Leinfelden
 


Besuch der Sammlung Froehlich in
  • Leinfelden-Echterdingen, Kohlhammerstr. 20r


 

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Samstag, 16. Februar 2013: Kunstausflug

nach Heilbronn

 

 
  • Besuch der Ausstellung
    „GNADENLOS – Künstlerinnen und das Komische“
    in der Kunsthalle Vogelmann,
    sowie
    der Ev. Kilianskirche mit dem Hochaltar von Hans Seyfer
 
 

Frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr!

 

 

Es treibt der Wind im Winterwalde
die Flockenherde wie ein Hirt,
und manche Tanne ahnt, wie balde
sie fromm und lichterheilig wird.
Und lauscht hinaus. Den weißen Wegen
streckt sie die Zweige hin – bereit,
und wehrt dem Wind und wächst entgegen
der einen Nacht der Herrlichkeit.

Rainer Maria Rilke (1875-1926)

 

Liebe Kunstfreundinnen und Kunstfreunde,
liebe Waldenbucher und Steinenbronner Bürgerinnen und Bürger,

die Kunstfreunde Waldenbuch & Steinenbronn e.V. wünschen Ihnen zum Weihnachtsfest Frieden, Besinnlichkeit und Frohsinn. Gesundheit, Glück und Zufriedenheit sollen Sie ins neue Jahr begleiten.
Für alle Kunstbegeisterten haben wir für das nächste Jahr ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt und freuen uns, wenn wir mit unserem Angebot Ihr Interesse wecken.

Für den Vorstand
Gertraude Fydrich, 1. Vorsitzende

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