Eröffnung der Ausstellung „ blau wie der Himmel - rot wie die Erde“ im Rathaus Steinenbronn

 

Mit erfreulich großem Andrang fand am Sonntag, dem 19. März 2023, die Vernissage der Künstlerinnen Margot Spuhler und Susanne Hindemith statt. Den musikalischen Auftakt machten Cora Walz, Gesang und Rudi Friedrich, Gitarre. Herr Dr. Schneider und Frau Obst als Vertreterin der Gemeinde sprachen Grußworte.

Dann folgte ein interessantes Künstlergespräch, wobei die beiden Künstlerinnen über ihren Werdegang und ihre Arbeitsweise berichteten. Margot Spuhler wurde im Laufe ihrer künstlerischen Entwicklung immer abstrakter, auch wenn ihre Skulpturen  menschliche Darstellungen sind. Der verarbeitete Ton ist sehr grobkörnig. Dadurch lässt er sich brechen, wodurch erste Formen entstehen können. Oft werden die Skulpturen kurz vor dem Aushärten noch einmal verformt, wodurch sich weitere, spannende Aspekte ergeben. Susanne Hindemith, die einst mit Aquarellmalerei begonnen hat, arbeitet heute mit Mischtechniken aus Acryl, Wachsstiften, Sand usw., die sie zum Teil als Monotypie einsetzt. Ihre leuchtend bunten Bilder strahlen pure Lebenslust aus. Beiden Künstlerinnen gemeinsam ist das Motto für ihre Werke: „Es wird angenommen, wie es ist“, was ja tatsächlich auch ein gutes Motto für das Leben allgemein ist!

Die sehr sehenswerte Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten des Rathauses besichtigt werden. Preislisten liegen aus.

Die Ausstellung endet am 13. Mai 2023.

Beachten Sie bitte auch unsere Homepage.

P.S.

Photos: Wolfgang Wartbiegler

 

WEITBLICK

Reinhold Würth und seine Kunst

Die Präsentation der Sammlung Würth im Museum Würth 2 im Carmen Würth Forum

 

Bei herrlichem Sonnenschein starteten die Kunstfreunde mit mehr als 30 Teilnehmer*innen mit dem Busunternehmen Reble am 15.Februar in dieses stattliche Museum: Mit rund 18.500 Werken zählt die an Vielfalt und Besonderheiten reich bestückte Sammlung Würth zu den großen deutschen Privatsammlungen. Sie wurde von Reinhold Würth im Laufe von mehr als 50 Jahren parallel zu seiner erfolgreichen Unternehmertätigkeit aufgebaut und dokumentiert eine persönliche Sicht auf die Entwicklungen der Kunst vom ausgehenden 19.Jahrhundert bis zur Kunst unserer Tage. Weitblick, die erste Präsentation von Höhepunkten der Sammlung Würth im neuen Haus, folgt deshalb zwar sammlungsimmanent zentralen, jedoch keinen ausgetretenen Pfaden. Vielmehr ist sie das Ergebnis ausgedehnter, sammlerischer Streifzüge durch die Kunstwelt der Moderne, die sich hier in drei Themenfeldern zusammenfügt: Aspekte der Abstraktion, Natur und Landschaft und schließlich Metamorphosen der Figur. Darunter sind Klassiker wie Max Beckmann, Pablo Picasso, Ernst Ludwig Kirchner, René Magritte, darüber hinaus Werke von Georg Baselitz, David Hockney, Anish Kapoor, Anselm Kiefer und von vielen anderen mehr. Der umfangreiche Bestand an internationalen bildhauerischen Positionen der letzten 40 Jahre von Eduardo Chillida über Anthony Caro, Tony Cragg, Antony Gormley bis zu Niki de Saint Phalle bespielt den weitläufigen Skulpturenpark um das Carmen Würth Forum. Ein gemütliches Beisammensein bildete den Abschluss des Ausfluges im Besen von Pfedelbach mit einer deftigen Schlachtplatte und guten Getränken.

JC

Photos: Rudolf Corzilius

Protokoll der Jahreshauptversammlung am 31. Januar 2023, Beginn 18.00 Uhr

 

Es waren 29 Mitglieder anwesend.

1.) Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden, Herrn Dr. Schneider, der darauf verwies, dass er nach den Berichten der Vorstandsmitglieder noch einige Anliegen vorbringen wolle. Den verstorbenen Vereinsmitgliedern, Herrn Bürkle, Herrn Wetzel, Frau Feldkamp und Herrn Haug wurde in einer Schweigeminute gedacht.

Kreisrätin Frau Odendahl übermittelte Grüße des Gemeinderats.

2.) Frau Jacob berichtete über die Ausstellungen des Ehepaares Dugin im März in Steinenbronn und der noch laufenden Ausstellung Simon Dittrichs in Waldenbuch. Im Mai fand der Kunstkurs für die Vereinsmitglieder „Monotypie“ statt, im August im Rahmen des Sommerferienprogramms Malkurse für Waldenbucher und Steinenbronner Kinder. Außerdem wies Frau Jacob noch auf die Schülerförderung in der Oskar- Schwenk- Schule hin und die Beteiligung am Weihnachtsmarkt.

3.) Herr Christophers als Schatzmeisterer erläuterte im Zusammenhang mit den Ausflügen und der Kunstreise nach Leipzig/Halle die damit zusammenhängenden Ausgaben und die weiteren Kosten unter anderem für Bürobedarf und Druck.

Hier in Kürze die Aktivitäten des Vereins:

Januar:„Kein Tag ohne Licht“ war das Thema des traditionellen Besuchs im Museum Ritter.

Februar: „Becoming famous“ über Peter Paul Rubens in der Staatsgalerie Stuttgart.

März: Kunstreise nach Leipzig/ Halle

           Ausstellung Dugin

April: „Herzstücke“, Werke aus der Sammlung Henri Nannen in der Kunsthalle

          Tübingen.

Mai: Kunstkurs bei Frau Hindemith

Juni: Besuch hinter den Kulissen des Staatstheaters Stuttgart.

Juli: Besuch bei dem Künstler Lutz Ackermann

August: „I do if I don`t! War das Thema der Ausstellung im Kunstmuseum Stuttgart von Tobias Rehberger.

        Beteiligung am Sommerferienprogramm durch Frau Jacob.

September: Kunstausflug nach Basel, wo El Greco und Pablo Picasso einander gegenüber gestellt wurden.

Oktober: Fahrt nach Darmstadt, der Stadt des Jugendstils.

        Eröffnung der Ausstellung von Simon Dittrich.

November : Besuch im Schauwerk mit Werken von Ben Willikens.

Dezember: Jahresabschluss im Museum Ritter „Tutto bene“ mit Werken italienischer Künstler und „Twist & Turns“ des Künstlers Sakir Gökcebag.

        Teilnahme am Weihnachtsmarkt.

4.)Herr Dr. Schneider wies auf die Neuwahlen im Jahr 2024 hin. Wenn sich niemand findet, muss der Verein aufgelöst werden. Der jetzige Vorstand würde gegebenenfalls weiter tätig bleiben, allerdings ohne Ausstellungen. Die seien sehr aufwendig und der Verkaufserfolg sei äußerst gering. Alte Unterlagen, wie z.B. Protokolle, werden vernichtet. Bilder aus Vereinsbesitz sollen möglichst bei einer Versteigerung  Interessenten zu einem Mindestgebot angeboten werden. Über die Durchführung muss noch beraten werden.

5.)Frau Odendahl lobte die Arbeit des Vereins, der vorbildlich sei in Planung und Aktivitäten.

6.)Frau Kohler und Herr Mayer (nicht anwesend) haben die Kassenprüfung durchgeführt. Es gab keine Beanstandung.

Der Vorstand wurde einstimmig entlastet.

6.) Es gab keine Wortmeldungen.

P. Sigmund

Besuch in der Staatsgalerie Stuttgart

Am 20. Januar besuchten die Kunstfreunde die Ausstellung „ Glitzer und Gift der Zwanzigerjahre“, die aus Werken George Grosz zusammengestellt wurde. Ein Zitat des Künstlers besagt schon alles: „ Für mich war meine Kunst damals eine Art Ventil, das den angestauten heißen Dampf entweichen ließ.“ Er zeigt in seinen Werken drastisch den moralischen Zerfall in Deutschland nach dem 1. Weltkrieg bis zur Machtübernahme Hitlers, Glanz und Elend nebeneinander. Man ahnt schon, was kommt, was die Zukunft bringen wird. Die kompetenten Kunstführerinnen erschlossen durch viele Zeitbezüge, auch auf Schriftsteller wie z. B. Rilke, die Lebensgefühle der damaligen Zeit.

P.S.

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