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Berichte aus den Jahren [2018] [2017] [2016] [2015] [2014] [2013] [2012]

Ausstellungen seit Vereinsgründung [hier]

Aus jüngster Zeit:

 

Jahresabschluss der Kunstfreunde im Museum Ritter

Traditionell trafen sich am 12.12. die Kunstfreunde als Jahresabschluss zu einem geführten Besuch im Museum Ritter. Dieses Jahr waren besonders viele Teilnehmer dabei, die in zwei ausgezeichneten Führungen durch das Museum geführt wurden.

Das Museum Ritter zeigt fast ausschließlich „Konkrete Kunst“. Das bedeutet Kunst auf mathematisch-geometrischer Grundlage. Das bedeutet im eigentlichen Sinn nicht „abstrakt“, da sie nichts in der materiellen Realität Vorhandenes abstrahiert und keine symbolische Bedeutung hat. Ein unmittelbares sinnliches Erleben ist beabsichtigt. Der Name der Ausstellung lautet „Squares in Motion“. Es ist Kunst, die sich beim Betrachten verändert, die auf unterschiedliche Weise durch Bewegung mit der Wahrnehmung spielt. Nach dem 2.Weltkrieg kam ein großer Umbruch in der Kunst, die Hinwendung zur Abstrakten und Konkreten/Kinetischen Kunst. Ihre erste Blütezeit erlebte die Kinetische Kunst in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts. Sie verbindet die Möglichkeiten der Technik mit einer gegenstandsfreien Ästhetik. Heutzutage realisieren zahlreiche Künstler mit neuen Technologien wie Computertechnik und LEDs ihre Arbeiten.

Nach dem beeindruckenden Museumsbesuch trafen sich die Kunstfreunde zum gemeinsamen Restaurantbesuch im „Rössle“ und ließen den Abend in angenehmer Atmosphäre ausklingen.

Da die angedachte Kunstreise 2019 nach Bilbao aus logistischen Gründen nicht stattfinden kann, bat bzw. bittet der Vorstand um Vorschläge für diese Reise. Viele Teilnehmer des Abends schrieben schon ihre Wünsche auf. Darunter waren Krakau, Wien, Paris, Sizilien, Moskau, St. Petersburg, Rom, Valencia. (Siehe auch Homepage) Der Vorstand würde sich freuen, wenn noch mehr Kunstfreunde ihre Wünsche äußern würden, am besten als e-mail an Herrn Christophers.

Außerhalb des Weihnachtsmarktes kann die Ausstellung des Forums zu den Öffnungszeiten des Waldenbucher Rathauses besichtigt werden. Bei eventuellem Kaufinteresse wenden Sie sich bitte an Frau Helga Jacob.

P.S.

 

 

Photos: M. Bergien, W. Wizemann

 

Vernissage des Künstlerforums

 

Am Sonntag, den 2. Dezember fand wie jedes Jahr die Vernissage des Künstlerforums statt. Wie immer entstanden die ausgestellten Werke durch Mitglieder unseres Vereins. Dieses Mal ist das Thema „Wie es uns gefällt“. Und so unterschiedlich sind auch die Arbeiten. Der Bogen reicht von surrealistischen Ölgemälden über Landschaftsbilder in Aquarelltechnik, verschiedenste Motive in Acrylmalerei bis zu abstrakten Druckgraphiken, die im Sommerkurs bei der Künstlerin Susanne Hindemith entstanden. Die Begrüßung machten Frau Odendahl, die auf ihre fast familiäre Bindung zum Verein hinwies, und Herr Dr. Schneider. Danach folgte ein Poesievortrag der Schauspielerin Anna-Lena Hitzfeld mit dem Grundgedanken:“Die Wirklichkeit muss nicht über unser Leben entscheiden, die Fiktion muss die Wirklichkeit verändern“.

Den musikalischen Rahmen gestalteten Cora Walz, Gesang und Rudi Friedrich, Gitarre.

 

Im Rahmen des Weihnachtsmarktes am kommenden Samstag, den 15. Dezember, ist das Rathaus von 14- 20 Uhr geöffnet. Sie haben Gelegenheit die Ausstellung zu besuchen (und vielleicht noch ein Weihnachtsgeschenk zu finden?)

P.S.

Was uns gefällt, das machen wir.

Was Kunst ist, das bestimmt der Kunde.

Wer hat für so was ein Gespür?

Ich mag deshalb die Künstler-Runde.

 

Ich sehe Farbe, Formen, Schatten.

Ich stell mir vor, was Künstler meint.

Ich sehe, was wir schon mal hatten:

Jung und Alt im Traum vereint.

 

Widersprüche; oben, unten,

hinten, vorne obendrein.

Wenn‘s gefällt, dann hat‘s verbunden.

Es lohnt fürwahr, dabei zu sein.


(2.12.2018 Jörg Schlotterbeck)

 

Bilder: Marion Bergien, Willi Wizemann

Ausflug ins „Kunstwerk“ in Nußdorf

Am Sonntag besuchte eine Gruppe der Kunstfreunde das Museum des Unternehmerehepaares Allison und Peter Klein. Nachdem die zahlreichen gesammelten Kunstwerke viele Jahre die Büro- und sogar Fertigungsräume der Unternehmer schmückten, entschloss sich das Ehepaar nach dem Verkauf ihrer Firmen ein Museum in Nußdorf bauen zu lassen, wo auch das Unternehmen angesiedelt war, um ihre Kunstsammlung ab 2007 der Öffentlichkeit zugänglich zu machen..

Zur  Zeit läuft eine Ausstellung unter dem Namen „Hängung#19“, was schon auf die individuelle Ausprägung bzw. die sehr unterschiedlichen künstlerischen Konzepte der drei jungen Künstler hinweisen kann.

Franziska Holstein und Enrico Bach haben eine gemeinsame Präsentation im Erdgeschoss und auf den Ebenen 1 und 2 konzipiert, während Ayan Farah in lichtdurchfluteter Höhe auf Ebene 3 demgegenüber ihre Werke in einer Soloshow präsentieren kann.

In Enrico Bachs großformatigen Gemälden verbinden sich auf faszinierende Weise die widersprüchlichen Aspekte von Fläche und Raum.

Franziska Holstein legt schon in ihren Arbeitsprozessen den künstlerischen Rahmen und die Regeln ihres Vorgehens fest. Neben geometrisch gestalteten Acrylbildern und Graphiken ist eine interessante dreidimensionale Farbfeld-Installation aus Karton aufgebaut.

Ganz anders sind die Werke der somalisch-britischen Künstlerin Ayan Farah. Sie arbeitet auf Stoffbahnen, die sie mit selbstgesammelten Erden, Mineralien und Pflanzen einfärbt und als Streifen oder Patchwork ähnlich zusammennäht. Daneben sind archaisch anmutenden Tongefäße ausgestellt.

P.S.

 

Alle Photos: Marion Bergien

 

Vernissage „Künstlerhaus Stuttgart“

Unter dem Motto „Zu Gast in Waldenbuch“ fand am Sonntag, dem 14.Oktober 2018, die Vernissage mit 15 KünstlerInnen aus dem Künstlerhaus Stuttgart statt, das dieses Jahr auch sein 40-jähriges Jubiläum feiert. Die von der Gruppe anwesenden KünstlerInnen waren gerne bereit über ihre interessanten, sehr unterschiedlichen Werke bzw. die verschiedenen Drucktechniken, Acrylmalerei, dreidimensionale Edding-Zeichnungen und Keramik zu informieren.

Die Begrüßung erfolgte durch Frau Odendal für die Gemeinde Waldenbuch und durch Herrn Dr. Schneider für die „Kunstfreunde Waldenbuch-Steinenbronn“.

Die Ausstellung kann bis zum 27. November besucht werden.

P.S.

 

 

Wenn jemand eine Reise tut, dann kann er was erzählen.

Dem stimmen wir wohl zu.

Kunst will zum Nachdenken anregen.

Ein hoher Anspruch.

 

Wir sind nach Mannheim zur Kunst (in der neuen Kunsthalle) gereist. Eineinhalb Stunden Führung durch das fast 70 Millionen Euro teure architektonische Kunstwerk. Welche der besprochenen „Arbeiten“ (beliebter Terminus technicus) lässt welche Gedanken in Ihnen aufkommen? Schauen Sie sich einige Werke in der Bildergalerie unten (nochmals) in Ruhe an.

Verraten Sie uns Ihre Gedanken via schneider@kunstfreunde-waldenbuch.de Wer auch nicht in Mannheim war, fühle sich angesprochen. Ob Vereinsmitglied oder nicht. Machen Sie aus Ihrem Herzen keine Mördergrube. Wir werden Ihren Beitrag, so Sie zustimmen, auf unserer Website veröffentlichen; mit Namen oder anonym, ganz nach Wunsch.

Nur Mut!

J.S.

 

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Bilder zur Kunst

Bilder: Marion Bergien, Brigitte Kehl

Bilder zum Gebäude

Photos: Marion Bergien, Brigitte Kehl

Photos zur Stadt

Photos: Marion Bergien, Brigitte Kehl

Workshop in Steinenbronn

Dieses Jahr wurde im Workshop statt Malen mit Acryl oder Aquarell neun Teilnehmerinnen etwas völlig anderes vorgestellt. Die Künstlerin Susanne Hindemith führte in verschiedene Drucktechniken, wie die Monotypie, Abklatsch und Drucken mit Walzen und Schablonen ein. Während bei der Monotypie und Abklatsch Papier auf eine mit Linoldruckfarbe vorbereitete Glasplatte gepresst wird, handelt es sich beim Drucken mit selbstgefertigten Stempeln und Walzen um Negativdruck. Beim Arbeiten mit Schablonen wird Acrylfarbe mit auf den Untergrund „gestupft“. Alle Techniken lassen sich wunderbar kombinieren. Man konnte experimentieren und über die entstandenen Werke staunen. Selten waren die Teilnehmerinnen eines Kunstkurses so zufrieden mit ihren erzielten Ergebnissen.

Die jeweils besten Arbeiten werden wieder im „Forum“ zu bewundern sein.

P. S.

Photos: Marion Bergien

Reise an die Ruhr

Lesen Sie [hier den Bericht] von Helga Jacob.

Zur Einstimmung einige Photos von Wolfgang Wartbiegler.

Durch einfachen Klick mit der linken Maustaste lässt sich jedes Photo vergrößern, anhalten und die Legende wird sichtbar.

 

Warum denn in die Ferne schweifen ???

Eine kleine Gruppe der Kunstfreunde (14) besuchte an einem sonnigen Frühlingssamstag   HAIGERLOCH, dem Himmel so nah, auf Fels gebaut.

 

KUNST, KULTUR und KERNSPALTUNG

 

Haigerloch, das romantische Felsenstädtchen in Eyachtal, erwartete uns  mit sehenswerten Superlativen. Der weltweit erste Atomreaktor, in einem Bierkeller tief im Fels, die einzige Nachbildung von da Vincis Abendmahl in Originalgröße, Kunst-

galerien und immer wieder faszinierende Ausblicke über das Eyachtal.

 

Die erste Besichtigung galt dem Karl Hurm-Museum in der „Ölmühle“. Von dieser   fantastischen Sammlung dort – wir berichteten schon darüber - kann man nur in den höchsten Tönen schwärmen. Die Bilder sind Traumwelten – eine Reise durch

Fantasie und Wirklichkeit. Und der berühmte schwäbische Schriftsteller Thaddäus Troll, der auch Kunsthistoriker war, duldete neben Drucken des Reutlinger Holzschnittmeisters HAP Grieshaber nur Werke von Karl Hurm  an den Wänden seines Ferienhauses.

 Danach das Kontrastprogramm – die Werke der Malerfamilie Schüz: Landschaften und Portraits der Region – eine Dauerausstellung im alten Pfarrhaus, der Malerfamilie Schüz  gewidmet. Theodor Schüz, ein bedeutender Genremaler

des 19. Jahrhunderts hatte drei Söhne: Martin Schüz war Jahrzehnte evangelischer Pfarrer in Haigerloch. Von ihm werden zahlreiche Aquarellbilder gezeigt. Sein Bruder Friedrich Schüz, Kunstmaler fertigte die Rekonstruktion des Abendmahles nach Leonardo da Vinci in der evangelischen Kirche. Von ihm sind viele Bilder aus Haigerloch und Landschaftsbilder aus der Umgebung ausgestellt. Der dritte Bruder Hans starb jung und hinterließ ebenfalls ein umfangreiches Werk, das in Ausschnitten gezeigt wird.

Nach einem genüsslichen Mittagessen besuchten wir das Privatmuseum ALRAUNE im Schwanen – absoluter Kontrast zum Vormittag – aber sehr witzig: Kunstfiguren -

Ausstellung und begehbares Gesamtkunstwerk!

Ein insgesamt sehr gelungener Tagesausflug!!!

JC

Photos: Marion Bergien

Vernissage im Frühling bei Schneegestöber?!

 

Das hatten sich die Kunstfreunde Waldenbuch & Steinenbronn ganz anders vorgestellt.........aber es war wieder eine sehr gelungene Ausstellungeröffnung, zwar nicht mit dem Besucherandrang, wie sonst, aber nicht uninteressant.

Einen fetzigen Auftakt bot die Musikgruppe mit Albi Hefele & magic U15, mit 15 jungen Menschen und guter Laune, dann die herzliche Ansprache des Hausherren, Herrn Singer; die anschließenden Ansprachen zu beiden Künstlern: Ev-Daphne Benzing und Tom Bässler waren sehr stimmig.

Die Kunstdrucke von Tom Bässler wirken auf den ersten Blick wie Ölgemälde, ob es sich um den Autorückspiegel, oder Eiswürfel, Micky's Ball, oder, oder handelt. Eine unend-liche Ruhe ist ihre Ausstrahlung, trotz Rost, Handwerk, Industrie, Rechenmaschine oder Kabelgewirr. Einst waren die Turbinen, die Kessel, die elektrischen Schaltungen der

letzte Stand der Technik, der glänzende Stolz nicht nur der dort arbeitenden Menschen. So präsentiert er unscheinbare, wertlose Gegenstände aus der harten Arbeitswelt wie Kostbarkeiten.

Im starken Kontrast dazu stehen oder liegen die keramischen Plastiken

von Ev-Daphne Benzing. Der Ton begleitet sie seit vielen Jahren in ganz unterschied-lichen Ausdrucksformen. Manchmal hat sie sogar das Gefühl, dass er sie aussucht. Es ist der Ton in der Musik und der Ton als keramische Masse (Ev-Daphne spielt auch Saxophon). Die Verwendung von zusätzlichen Materialien, wie z.B. Eisen, bedeutet für sie, unterschiedliche Materialien in einer Form zu integrieren. Bei der Oberflächenge-

staltung kann der Rakubrand mit seiner typischen Schwarzfärbung ein entsprechendes Pendant zum Einsatz von rostigem Eisen sein.

 

JC

 

Die sehr interessante Ausstellung ist noch bis Anfang Mai zu den üblichen

Öffnungszeiten des Steinenbronner Rathauses zu sehen.

 

 

 

 

Photos: Wolfgang Wartbiegler

 

Bilder: Jörg Schlotterbeck

Rupprecht Geiger:  „Pinc kommt!“ im Schauwerk

Nach der ersten Retrospektive der Werke Rupprecht Geigers (26. Jan. 1908 bis 6. Dez. 2009) im Lehnbachhaus findet derzeit die zweite im „Schauwerk“ in Sindelfingen statt. In einer ausgezeichneten Führung wurde am Samstag den Kunstfreunden das Werk dieses weltweit bekannten Künstlers nahegebracht.

Rupprecht Geiger war Architekt und wurde während Frontaufenthalten an der Ostfront als Autodidakt zum Kriegsmaler. Er löste sich danach von der gegenständlichen Malerei, war Mitbegründer der Gruppe „ZEN 49“, der unter anderem Willi Baumeister angehörte und gilt als hervorragender Vertreter der „Gegenstandlosen Malerei“ in Deutschland.

Sein Lebenswerk dreht sich um Farbe, besonders um das Rot, was die stimulierendste aller Farben ist. Seine Formen reduziert der Künstler vor allem auf die geometrischen Formen Rechteck, Quadrat, Kreis und Oval. Man könnte meinen, dies wäre langweilig und einseitig, aber alle waren fasziniert von der Vielfalt der Farbschattierungen und der Gestaltung, seien es Ölgemälde, Rauminstallationen oder Modelle von „Kunst im Raum“, die in realer Größe zum „Energietanken“ gedacht sind. Das Spätwerk sind riesige, mit Leuchtpigmenten angereicherte Farbflächen in den geometrischen Grundformen, die vor den Augen geradezu flimmern vor Intensität.

P.S.

 

Photos: Marion Bergien

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