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Ausstellungen seit Vereinsgründung [hier]
Es dürfte kaum einen Künstler, eine Künstlerin geben, der/die sich selbst (selbstverliebt?) so oft dargestellt hat und immer wieder darstellt wie Elvira Bach. Der Ausstellungstitel lässt es vermuten, entsprechen war auch die Führung am 3. Juli aufgebaut. Einem jungen Mann, noch in Ausbildung fernab eines musischen Fachs, gelang es, uns über 60 Minuten für die Künstlerin zu interessieren, wobei er drei dominierende „Begleiter“ der Ganzkörperdarstellungen herausstellte: die Stöckelschuhe, meist als fleischgewordene Fortsetzung der Unterschenkel, die Schlange, den Schneemann. Die Stöckelschuhe zweifellos als erotisches Moment des unbekleideten Körpers, die Schlange, die uns als gelernte Christenmenschen sofort an Eva (nahe bei Elvira!?) denken lässt, der Schneemann aber, bisweilen auch in der Mehrzahl? Unser Führer mühte sich redlich, gut möglich aber auch: „Meine Kunst lässt sich nicht erklären.“ So bekennt es Elvira Bach in der Schwäbischen Zeitung vom 14.6. des Jahres. Das Tröstliche für uns Dilettanten (im ursprünglichen Sinn): Man muss nicht alles verstehen wollen.
Eine gelungene Führung durch eine farbfrohe Ausstellung, zudem in wohltemperierten Räumen, was nicht nur den Kunstwerken sondern auch den derzeit hitzegeplagten Menschlein das Leben verlängern möge.
J.Sch.
Museum im Kleihues-Bau, 9. Juni
Mut haben sie, die Kunstbeflissenen im Kornwestheim Museum:
Auf der unteren Ebene des Hauses zeigt Marion Eichmann photorealistisch gemalte technische Produkte: Waschmaschinen über viele Meter aufgereiht, eine Bahnhofsuhr, einen Porsche ….
Oben dann ein idyllischer Rückblick auf das vereinte Baden, Württemberg und Hohenzollern. Neben einer Vielzahl interessanter Landschaftsbilder dürfen Bollenhut und Ansichtskarten nicht fehlen.
Wenn man mit Gegensätzen leben kann, dann nahm man die 90minütige Führung mit einem inneren Schmunzeln gelassen auf. Die Kunst hat viele Gesichter.
Nebenbei lernt man aber auch: Viele Künstler (m/w/d) suchen ihre Nische, verlassen diese bisweilen auch gerne mal, um sich altbekannten Motiven zu widmen, so wie Marion Eichmann mit ihren biederen (?) Blumenmotiven.
J.Sch.
Photos: Helga Jacob
POP- ART- KÜNSTLER - MARIO SCHIFANO – When I remember
Das Schauwerk Sindelfingen widmet Mario Schifano (1934 in Al-Chums, Italienisch-Libyen geboren, gestorben 1998 in Rom, Italien) einem der bedeutendsten italienischen Künstler der 2. Hälfte des 20 Jahrhunderts die erste Museumsausstellung in Deutschland, sowie die erste europäische Retrospektive über 30 Jahre außerhalb Italiens.
Eine kleine Gruppe der Kunstfreunde war am 16. Mai im Schauwerk, Sindelfingen und nahm an einer sehr informativen Führung mit Tobias Bednarz teil. Außergewöhnlich sind Schifanos nahezu unerschöpfliche Bandbreite an verwendeten Materialien und eingesetzten Techniken, der stete Wandel seiner Themen und seine unverkennbare Handschrift. Zu sehen sind über 80 Werke unterschiedlicher Gattungen: Malerei, Collage, Zeichnung, Film und Fotografie.
Wir waren begeistert!
Der Künstler sagte einmal selbst: “Ich bin ein sehr kreativer Mensch und finde den Gedanken erschreckend, dass mich jemand auf Definitionen festnageln könnte. Dinge sind nicht deshalb Kultur, weil es einen Definitionskodex gibt. Ich schaue gerne und lebe von Bildern.“
Aber schauen Sie selbst – bis zum 21.06. ist diese tolle Ausstellung noch zu sehen.
JC
Alle Bilder: VG Bild-Kunst, Bonn 2025 / Schauwerk Sindelfingen / Brigitte Kehl
Bildtitel einsehbar bei Klick auf das Bild
Außerordentliche Mitgliederversammlung
am 13. Mai im Schulhaus Steinenbronn
Recht genau die hohe Zahl eines Drittels der Vereinsmitglieder konnte zu dieser wichtigen Zusammenkunft begrüßt werden. Im Januar konnte bekanntlich kein neuer Vorstand gewählt werden, das Weiterleben des Vereins stand in Frage. Nun war es doch gelungen, für alle Vorstandämter Kandidaten zu gewinnen, die dann auch gewählt wurden:
1. Vorsitzende: Natascha Maj
2. Vorsitzende (satzungsgemäß 2): Helga Jacob und Brigitte Kehl
Schatzmeisterin: Rosa Drodofsky
Schriftführer: Dr. Joachim Schneider
Mit Blumensträußen (als erste Anerkennung) wurden Frau Sigmund und Herr Christophers für ihr Wirken im Vorstand verabschiedet. 12 Jahre sind nicht wenig.
Ein Dankeswort für die erprobten sowie die neuen Vorstandsmitglieder aus den Reihen der Besucher durfte natürlich nicht fehlen und wurde dankbar entgegengenommen; ebenso wie die zahlreichen individuellen herzlichen anerkennenden und auch aufmunternden Sätze nach dem offiziellen Ende der Versammlung.
J.Sch.
Besuch im Städel Museum in Frankfurt:
„Monets Küste. Die Entdeckung von Étretat“
Am Sonntag, dem 12. April 2026 besuchten wir wieder einmal das prächtige Städel Museum auf der „Museumsmeile“. Eine großartige Ausstellung erwartete uns. Fast alle Werke entstanden direkt an der imposanten Steilküste von Étretat in der Normandie, die den Franzosen noch bekannter ist als es den deutschen die Kreidefelsen von Rügen sind. Auch hier wird man seit der Zeit, als die Maler diesen Küstenstreifen entdeckt hatten, der Touristenströme kaum Herr. Einer der berühmtesten Künstler war Claude Monet, der auch mit 26 Werken in der Ausstellung vertreten war. Immer wieder malte er die berühmten Felsentore und die Brandung des Meeres in verschiedenen Perspektiven und Lichtverhältnissen. Dabei entwickelte er sich immer weiter Richtung Impressionismus, was Farbgebung und Farbauftrag anbelangte. Aber auch zahlreiche andere bekannte Künstler wählten dieses Sujet. Dank der Erfindung der Ölfarbe in Tuben konnte man ja nun in der freien Landschaft arbeiten. Die Führung durch das gut besuchte Museum war sehr interessant und sachkundig und mit humorvollen Details bestückt. Neben Monet waren unter anderem Werke von Alexandre Jean Noël, Johann Wilhelm Schirmer, Gustave Courbet, Anselm Feuerbach, Eugène Boudin und Henri Matisse zu bewundern.
Nach dem Museumsbesuch ging es in ein typisches altbekanntes „Äppelwoi“-Lokal, bevor man sich wieder auf den Heimweg machte.
P.S.
Photo: Petra Sigmund Eugène Boudin. Wäscherinnen am Strand
AUSZUG
aus dem Protokoll der Jahreshauptversammlung am 30. Januar 2026
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3a
Herr Dr. Schneider wies darauf hin, dass der Verein sehr viele ältere Mitglieder zählt. Der Verein braucht aus Altersgründen einen neuen Vorstand. Schon bei der letzten Jahreshauptversammlung wurde dies thematisiert. Auch wurde sowohl in den Amtsblättern als auch in Briefen an die Mitglieder gebeten, sich für ein Amt im Vorstand bereit zu erklären. Bis auf 1 Mitglied hat sich niemand gemeldet. ……
3b
Die stellvertretende Vorsitzende, Frau Jacob berichtete über die Ausflüge und Aktivitäten des vergangenen Jahres.
3c/d
Es folgte der Bericht des Schatzmeisters, Herrn Christophers. Die Kassenprüferin Frau Kohler erklärte, dass die Kasse mit Sorgfalt geführt wurde und in Ordnung ist.
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7.
Da sich kein Kandidat als Vorstandsmitglied gemeldet hat, konnte keine Wahl erfolgen.
P.S./J.S.