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Ausstellungen seit Vereinsgründung [hier]

Aus jüngster Zeit:

Protokoll der Jahreshauptversammlung

  31. Januar 2019

Beginn: 19 Uhr, Ende: ca. 21 Uhr, im Gasthof „Rössle“ in Waldenbuch

 

Es waren 32 Mitglieder anwesend. Zur Tagesordnung waren keine Anträge eingegangen.

 

1.) Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden der „Kunstfreunde Waldenbuch-Steinenbronn" folgte ein Gedenken an die verstorbenen Vereinsmitglieder. Anschließend ging der Vorsitzende auf folgende Punkte ein:

Anfang 2019 hat der Verein 119 Mitglieder. Es sind 6 Neuzugänge, eine Kündigung und 3 Todesfälle zu vermelden.

Der Vereinsvorstand war bemüht, interessante Ziele für die Kunstausflüge und die Kunstreise zu wählen. Herr Dr. Schneider bedankte sich für die gute Zusammenarbeit, die zahlreich zur Verfügung gestellten Fotos und den HelferInnen bei der Bewirtung auf Vernissagen und beim Bilderaufhängen bzw. Abhängen.

Das Reiseziel für dieses Jahr wird Wien sein. Darauf wird Herr Christophers später noch eingehen.

 

2.) Die stellvertretende Vorsitzende, Frau Jacob, erinnerte nochmals an die Ausstellungen in Waldenbuch und Steinenbronn, die Kindermalkurse im Ferienprogramm und den Workshop im Sommer bei Frau Hindemith. Außerdem berichtete Frau Jacob noch über die zwei vom Verein und der Gemeinde Steinenbronn geförderten Malkurse für Schüler der Klingenbachschule, Steinenbronn in der Kunst- und Werkschule Schönaich bei Frau Fingerhut.

Danach brachte Frau Jacob eine Vorschau auf das geplante Programm für 2019.

 

3.) Die Schriftführerin brachte noch einmal an die Ausstellungsbesuche, die Kunstausflüge und die Kunstreise in das Ruhrgebiet in Erinnerung.

 

4.) Der Schatzmeister, Herr Christophers berichtete über den Etat 2018. Dann stellte er die Wienreise, soweit der Vorstand schon planen konnte, vor.

 

5.) Frau Wizemann und Herr Mayer führten die Kassenprüfung durch. Sie stellten fest, dass die Kasse ordnungsgemäß geführt wurde.

 

6.) Zu den Berichten kam die Frage, weshalb nicht Krakau als Reiseziel gewählt wurde. Dazu wurde erklärt, dass die Meinungsumfrage nicht als Abstimmung zu werten sei und das Ziel Wien vor allem aus organisatorischen Gründen gewählt wurde.

 

7.) Es folgte eine Diskussion zu der angeregten „Bilderbank“: Wer im Verein würde die damit verbundene Arbeit übernehmen? Hinweis auf Leinfelden-Echterdingen, die eine funktionierende Bilderbank haben: Dort regelt das Kulturamt die Aufgabe.

 

8.) Die Vorstandschaft wurde durch Akklamation einstimmig entlastet.

 

P.S.

 

Besuch in der Staatsgalerie in Stuttgart

Am Samstag, dem 12. Januar 19 besuchten die Kunstfreunde mit 2 Gruppen die aktuelle Ausstellung „Variation und Vollendung, die Bedeutung der Linie“ des bedeutendsten deutschen Bildhauers des Expressionismus, Wilhelm Lehmbruck.

Wenn man im Internet nach diesem Künstler sucht, findet man in zahlreichen internationalen Museen  die „gleichen“ Werke dieses Künstlers in verschiedenen Materialien. Das liegt daran, dass Lehmbruck bis auf eine Auftragsarbeit, eine überlebensgroße Statue in Marmor, als Plastiker gearbeitet hat. So sind auch in der Staatsgalerie Werke in den Materialien Steinguss (eine Art Zement), Gips und Bronzeguss zu bewundern. Neben vollständigen Statuen, wie z. B. die wunderschöne „Große Sinnende“, sind Büsten und Torsen dieser und anderer Werke zusammengestellt. Es ist verblüffend, wie verschieden dieselben Plastiken in den unterschiedlichen Materialien wirken! Selbst die Größe scheint sich zu verändern. Lehmbrucks Plastiken wurden fast alle erst „post mortem“ in Bronze gegossen und zwar fast ausschließlich als Auftragsarbeiten, was zum Teil mit dem hohen Preis eines solchen Gusses zusammenhängt. Die matten Oberflächen der Steingussfiguren oder Gipsfiguren, wie die „Große Sinnende“, die durch zarte graue Einfärbung zuerst für einen Steinguss gehalten wurde, passen viel besser zu dem expressiven Schaffen des Künstlers, und man vermutet, dass er selbst auch bewusst diese Materialien bevorzugt hat.

Die Werke Lehmbrucks zeigen zum Teil den starken Einfluss Auguste Rodins, dessen Arbeiten er 1904 auf einer internationalen Kunstausstellung in Düsseldorf kennenlernte. Die „Große Sinnende“ mit ihrem langen, gebogenen Hals, dem zu klein proportionierten Kopf, den nur durch Schatten entstehenden „leeren“ Augen erinnert an den Künstler Amadeo Modigliani.

Ein Steinguss, der international besonders bekannt und berührend ist, befindet sich weit entfernt von der übrigen Skulpturensammlung in einem Raum, wo auch die graphischen Arbeiten des Künstlers ausgestellt werden. Es handelt sich um die Plastik „Der Gestürzte“. Nach dem ersten Weltkrieg nahm Lehmbruck an einem Wettbewerb für ein Kriegerdenkmal teil. Aber statt einem heroischen Helden gestaltete er einen auf allen Vieren kriechenden nackten Jüngling mit zerbrochenem Schwert. Damit war er „aus dem Rennen“. Dieser Steinguss stellte sich leider als ein eigentlich illegaler Abguss heraus, denn er entstand wahrscheinlich erst 1953. Die recht geschäftstüchtige Witwe des so früh verstorbenen Künstlers scheute sich nicht, auch lange nach dem Tode weitere Abgüsse machen zulassen. Es wurden sogar von fertigen Plastiken noch einmal Gussformen gefertigt und nicht mit dem Gussdatum versehen. Das ist der Grund, weshalb es so zahlreiche Werke von Wilhelm Lehmbruck existieren.

Die beeindruckende, mit viel Sachverstand und Einfühlungsvermögen zusammengestellte Ausstellung der Staatsgalerie wurde uns wie immer von zwei sehr kompetenten Kunsthistorikern nahegebracht.

P.S.

 

 

Besuch in der Staatsgalerie in Stuttgart

Am Samstag, dem 12. Januar 19 besuchten die Kunstfreunde mit 2 Gruppen die aktuelle Ausstellung „Variation und Vollendung, die Bedeutung der Linie“ des bedeutendsten deutschen Bildhauers des Expressionismus, Wilhelm Lehmbruck.

Wenn man im Internet nach diesem Künstler sucht, findet man in zahlreichen internationalen Museen  die „gleichen“ Werke dieses Künstlers in verschiedenen Materialien. Das liegt daran, dass Lehmbruck bis auf eine Auftragsarbeit, eine überlebensgroße Statue in Marmor, als Plastiker gearbeitet hat. So sind auch in der Staatsgalerie Werke in den Materialien Steinguss (eine Art Zement), Gips und Bronzeguss zu bewundern. Neben vollständigen Statuen, wie z. B. die wunderschöne „Große Sinnende“, sind Büsten und Torsen dieser und anderer Werke zusammengestellt. Es ist verblüffend, wie verschieden dieselben Plastiken in den unterschiedlichen Materialien wirken! Selbst die Größe scheint sich zu verändern. Lehmbrucks Plastiken wurden fast alle erst „post mortem“ in Bronze gegossen und zwar fast ausschließlich als Auftragsarbeiten, was zum Teil mit dem hohen Preis eines solchen Gusses zusammenhängt. Die matten Oberflächen der Steingussfiguren oder Gipsfiguren, wie die „Große Sinnende“, die durch zarte graue Einfärbung zuerst für einen Steinguss gehalten wurde, passen viel besser zu dem expressiven Schaffen des Künstlers, und man vermutet, dass er selbst auch bewusst diese Materialien bevorzugt hat.

Die Werke Lehmbrucks zeigen zum Teil den starken Einfluss Auguste Rodins, dessen Arbeiten er 1904 auf einer internationalen Kunstausstellung in Düsseldorf kennenlernte. Die „Große Sinnende“ mit ihrem langen, gebogenen Hals, dem zu klein proportionierten Kopf, den nur durch Schatten entstehenden „leeren“ Augen erinnert an den Künstler Amadeo Modigliani.

Ein Steinguss, der international besonders bekannt und berührend ist, befindet sich weit entfernt von der übrigen Skulpturensammlung in einem Raum, wo auch die graphischen Arbeiten des Künstlers ausgestellt werden. Es handelt sich um die Plastik „Der Gestürzte“. Nach dem ersten Weltkrieg nahm Lehmbruck an einem Wettbewerb für ein Kriegerdenkmal teil. Aber statt einem heroischen Helden gestaltete er einen auf allen Vieren kriechenden nackten Jüngling mit zerbrochenem Schwert. Damit war er „aus dem Rennen“. Dieser Steinguss stellte sich leider als ein eigentlich illegaler Abguss heraus, denn er entstand wahrscheinlich erst 1953. Die recht geschäftstüchtige Witwe des so früh verstorbenen Künstlers scheute sich nicht, auch lange nach dem Tode weitere Abgüsse machen zulassen. Es wurden sogar von fertigen Plastiken noch einmal Gussformen gefertigt und nicht mit dem Gussdatum versehen. Das ist der Grund, weshalb es so zahlreiche Werke von Wilhelm Lehmbruck existieren.

Die beeindruckende, mit viel Sachverstand und Einfühlungsvermögen zusammengestellte Ausstellung der Staatsgalerie wurde uns wie immer von zwei sehr kompetenten Kunsthistorikern nahegebracht.

P.S.

 

Photos: Marion Bergien

 

Jahresabschluss der Kunstfreunde im Museum Ritter

Traditionell trafen sich am 12.12. die Kunstfreunde als Jahresabschluss zu einem geführten Besuch im Museum Ritter. Dieses Jahr waren besonders viele Teilnehmer dabei, die in zwei ausgezeichneten Führungen durch das Museum geführt wurden.

Das Museum Ritter zeigt fast ausschließlich „Konkrete Kunst“. Das bedeutet Kunst auf mathematisch-geometrischer Grundlage. Das bedeutet im eigentlichen Sinn nicht „abstrakt“, da sie nichts in der materiellen Realität Vorhandenes abstrahiert und keine symbolische Bedeutung hat. Ein unmittelbares sinnliches Erleben ist beabsichtigt. Der Name der Ausstellung lautet „Squares in Motion“. Es ist Kunst, die sich beim Betrachten verändert, die auf unterschiedliche Weise durch Bewegung mit der Wahrnehmung spielt. Nach dem 2.Weltkrieg kam ein großer Umbruch in der Kunst, die Hinwendung zur Abstrakten und Konkreten/Kinetischen Kunst. Ihre erste Blütezeit erlebte die Kinetische Kunst in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts. Sie verbindet die Möglichkeiten der Technik mit einer gegenstandsfreien Ästhetik. Heutzutage realisieren zahlreiche Künstler mit neuen Technologien wie Computertechnik und LEDs ihre Arbeiten.

Nach dem beeindruckenden Museumsbesuch trafen sich die Kunstfreunde zum gemeinsamen Restaurantbesuch im „Rössle“ und ließen den Abend in angenehmer Atmosphäre ausklingen.

Da die angedachte Kunstreise 2019 nach Bilbao aus logistischen Gründen nicht stattfinden kann, bat bzw. bittet der Vorstand um Vorschläge für diese Reise. Viele Teilnehmer des Abends schrieben schon ihre Wünsche auf. Darunter waren Krakau, Wien, Paris, Sizilien, Moskau, St. Petersburg, Rom, Valencia. (Siehe auch Homepage) Der Vorstand würde sich freuen, wenn noch mehr Kunstfreunde ihre Wünsche äußern würden, am besten als e-mail an Herrn Christophers.

Außerhalb des Weihnachtsmarktes kann die Ausstellung des Forums zu den Öffnungszeiten des Waldenbucher Rathauses besichtigt werden. Bei eventuellem Kaufinteresse wenden Sie sich bitte an Frau Helga Jacob.

P.S.

 

 

Bilder: Marion Bergien, Willi Wizemann

 

Vernissage des Künstlerforums

 

Am Sonntag, den 2. Dezember fand wie jedes Jahr die Vernissage des Künstlerforums statt. Wie immer entstanden die ausgestellten Werke durch Mitglieder unseres Vereins. Dieses Mal ist das Thema „Wie es uns gefällt“. Und so unterschiedlich sind auch die Arbeiten. Der Bogen reicht von surrealistischen Ölgemälden über Landschaftsbilder in Aquarelltechnik, verschiedenste Motive in Acrylmalerei bis zu abstrakten Druckgraphiken, die im Sommerkurs bei der Künstlerin Susanne Hindemith entstanden. Die Begrüßung machten Frau Odendahl, die auf ihre fast familiäre Bindung zum Verein hinwies, und Herr Dr. Schneider. Danach folgte ein Poesievortrag der Schauspielerin Anna-Lena Hitzfeld mit dem Grundgedanken:“Die Wirklichkeit muss nicht über unser Leben entscheiden, die Fiktion muss die Wirklichkeit verändern“.

Den musikalischen Rahmen gestalteten Cora Walz, Gesang und Rudi Friedrich, Gitarre.

 

Im Rahmen des Weihnachtsmarktes am kommenden Samstag, den 15. Dezember, ist das Rathaus von 14- 20 Uhr geöffnet. Sie haben Gelegenheit die Ausstellung zu besuchen (und vielleicht noch ein Weihnachtsgeschenk zu finden?)

P.S.

Was uns gefällt, das machen wir.

Was Kunst ist, das bestimmt der Kunde.

Wer hat für so was ein Gespür?

Ich mag deshalb die Künstler-Runde.

 

Ich sehe Farbe, Formen, Schatten.

Ich stell mir vor, was Künstler meint.

Ich sehe, was wir schon mal hatten:

Jung und Alt im Traum vereint.

 

Widersprüche; oben, unten,

hinten, vorne obendrein.

Wenn‘s gefällt, dann hat‘s verbunden.

Es lohnt fürwahr, dabei zu sein.


(2.12.2018 Jörg Schlotterbeck)

 

Bilder: Marion Bergien, Willi Wizemann

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