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Ausstellungen seit Vereinsgründung [hier]

Aus jüngster Zeit:

Museum Ritter 13.12.

Von Alu bis Zement

Etwa 30 Kunstfreunde wollten sich zum Jahresende die  traditionelle Führung im Museum Ritter nicht entgehen lassen. „Alte Hasen“ waren auf schwere Kost eingestellt, dank der exzellenten Führungen der Kleingruppen wurden uns die Exponate aus Aluminium, Filz, Kunststoff, Kreide … Zement dann doch verdaulich angeboten.

Was es im Einzelnen zu sehen gab/gibt? Schauen Sie selbst vorbei, die Ausstellung ist bis zum 8.4.2018 geöffnet. (Einige Photos als Appetithäppchen sind unten angefügt.)

Der Abend fand seinen Abschluss im Landgasthof Rössle – mit Lukullus als Führer.

J.S.

Fotos: Marion Bergien, Willi Wizemann

 

Künstlerforum 2017

 

Am 3.12. fand die sehr gut besuchte Vernissage des Künstlerforums im  Rathaus Waldenbuch statt. Rudolf Corzilius beleuchtete in einer vielbeachteten Rede das Problem der Kunstausübung durch Laien, wobei er auf die glückliche Entwicklung, was Anerkennung und Wertsteigerung betrifft, der Grandma Moses einging. Aber lesen Sie doch selbst. [Hier bitte] (Wer zu lesen beginnt, wird nicht aufhören können!) Dem Auge werden Werke von 13 Mitgliedern des Kunstvereins sowie Beton- und Paperclay-Arbeiten von 4 Waldenbucher Schülerinnen geboten. Schauen Sie vorbei!

Die Ausstellung ist bis zum 16.1.2018 geöffnet.

J.S.

Bilder: Marion Bergien und Willi Wizemann

Monika Bartsch

Rathaus Waldenbuch

"Menschen und Pferde - meine Leidenschaft"

8.10. - 24.11.2017

Cézanne- Ausstellung in Karlsruhe

Am Samstag, den 18. November 2017 besuchten die Kunstfreunde die große Cézanne-Ausstellung. Unter dem Titel „Metamorphosen“ wird in dieser Ausstellung Paul Cézannes äußerst facettenreiches Werk gezeigt. Neben Zeichnungen, die häufig Skizzen nach alten Meistern sind, die er als Bildelemente in seinen Bildern verarbeitete, sind Gemälde in Öl und Aquarell zu bewundern. Durch Cézannes Tendenz zur Abstraktion der Bildelemente gilt er als wichtiger Wegbereiter der Moderne, unter anderem des Kubismus.

Die Ausstellung, die nicht wie meistens üblich chronologisch gehängt wurde, möchte sich unter dem Blickwinkel der stetigen Wandlungen und Übergänge von der einen in die andere Form der Arbeitsweise Cézannes nähern. Vor- und Rückgriffe veranschaulichen seine in sich vernetzten künstlerischen Denk- und Arbeitsprozesse.

Nach diesem beeindruckenden Museumsbesuch konnten wir uns noch bei einem gemeinsamen Restaurantbesuch stärken und über das Gesehene austauschen.

P.S.

Cézanne, Bewunderer und Blick vom Schloss auf Karlsruhe.                                              Alle Bilder: Marion Bergien

Alle Bilder: W. Wizemann

TRIER-VÖLKLINGER HÜTTE

Am 24. und 25. Oktober führte die diesjährige Kunstreise zuerst nach Trier. Diese Stadt gilt als die Älteste Deutschlands. Bei recht herbstlichem Wetter trafen wir uns am frühen Nachmittag mit unserer Stadtführerin vor dem Trierer Dom St. Peter .An dieses gewaltige, überwiegend im spätromanischen Stil Gebäude wurde im 13. Jahrhundert die Liebfrauenkirche angebaut .Sie ist die früheste gotische Kirche Deutschlands und zählt wie der Dom, die Porta Nigra, die Konstantinbasilika, die Thermen und andere römische Bauwerke zum UNESCO Kulturerbe.

Der Dom ist die älteste Bischofskirche Deutschlands und wurde auf den Resten eines römischen Wohnhauses errichtet. Unter Kaiser Konstantin wurde hier bereits eine erste Basilika erbaut. Einen schier größenwahnsinnigen Ausbau zur größten Kirchenanlage Europas veranlasste ein Bischof Maximilian. Sie bestand aus mehreren Basiliken und Nebengebäuden und überdeckte auch noch den davor liegenden Domfreihof. Nach mehreren Zerstörungen durch verschiedenen Volksgruppen bekam der Dom im 13. Jahrhundert seine heutige Form. Im Inneren lassen sich fast zwei Jahrtausende Bau-, Kunst und-Glaubensgeschichte nachvollziehen: von römischen Ziegelwänden bis zu einem Alter im 60ger-Jahre-Stil!

Die Porta Nigra ist das eigentliche Wahrzeichen der Stadt. Die schwarze Färbung entstand im Laufe der Jahre durch Heizungsruß. Es ist ein ehemaliges römisches Stadttor, auf das später eine doppelstockige Kirche aufgesetzt wurde.

Die Konstantinbasilika war im 4. Jahrhundert die Palastaula des römischen Kaisers Konstantin. Der riesige und erstaunlich hohe Ziegelbau hatte schon Glasfenster. Der untere Teil der Wände und der Fußboden waren mit Marmorplatten, der obere Teil mit bunten Mosaiken verkleidet. Die hölzerne Kassettendecke sieht heute so aus wie damals. Im frühen Mittelalter wurde die Basilika in eine Hallenkirche umfunktioniert. Später ließ ein Trierer Bischof die rechte Seitenwand abreißen und einen kurfürstlichen Palast anbauen. Nach Teilzerstörung im 2. Weltkrieg wurde die Basilika bei der Restaurierung in die ursprüngliche Form zurückgebaut.

Die Römische Therme war etwas enttäuschend, da man in die riesige Anlage nicht hineinkonnte. Dennoch ist es faszinierend, wenn man die Ausmaße und vor allem die fortschrittlichen Sanitäreinrichtungen der „Alten Römer“ bedenkt.

Fortsetzung folgt!

P.S.

Alle Photos: Rudolf Corzilius

Trier - Völklinger Hütte  Teil 2

Nachdem wir in einem ausgezeichneten Weinlokal den Abend genossen hatten, ging es am nächsten Vormittag weiter nach Völklingen. Schon bei der Anfahrt kam man immer wieder an zum Teil verwaisten Industrieanlagen vorbei, was den traurigen Untergang der europäischen Stahlindustrie zeigte.

Zum Glück konnte das riesige Völklinger Hüttenwerk als Industriedenkmal und sogar als UNESCO Weltkulturerbe erhalten bleiben. Die schwindelfreien Teilnehmer unserer Reise erklommen mit einem ehemaligen Mitarbeiter der Völklinger Hütte die Höhen des Werkes. In 27m Höhe liefen über die so genannte „Gichtbühne“ die Hängebahnwagen und befüllten die sechs Hochöfen mit den Rohstoffen. Auf der 45m hohen Aussichtsplattform hat man einen faszinierenden Blick über die Industrielandschaft an der Saar. Neben den gigantischen Maschinen, Gebläsen, Hochöfen kam man sich sehr unbedeutend vor und bewunderte die Menschen, die hier früher unter schwersten körperlichen Bedingungen geschuftet haben. Die 1 000m² große ehemalige Erzhalle dient heute als Ausstellungs- und Kulturhalle.

Nach dem Mittagessen in dem dortigen Restaurant hatte man die Qual der Wahl: entweder eine Führung durch die sehenswerte „Biennale Urban Art“ oder eine Ausstellung zum Thema „Inka“. Neben großformatigen Fotographien von peruanischen Landschaften war eine umfangreiche Sammlung von Kunstwerken in Form von goldenen und keramischen Kultgegenständen zu bewundern. Der Kontrast zu den riesigen Maschinenteilen, die wie moderne Kunstwerke anmuten, könnte nicht besser sein.

Erfüllt von vielen neuen Eindrücken machten sich die Kunstfreunde auf die Heimfahrt.

P.S.

Bilder: Corzilius, Wartbiegler

Vernissage Monika Bartsch

Am 8.10. fand unter reger Beteiligung der Bevölkerung die Ausstellungseröffnung Malerei Monika Bartsch im Rathaus Waldenbuch statt.

Die Künstlerin selbst schilderte ihren Werdegang von der Kindheit in Waldenbuch über die Ausbildung in Stuttgart hin zum jetzigen Wohnort Karlsruhe. Ihre Motive findet sie in Menschen als Individuum aber auch als Gruppe, daneben nehmen sie Pferde gefangen.

Die Technik reicht von zarter Aquarellmalerei bis hin zu pastösen, vielschichtigen Ölgemälden.

Die Ausstellung ist bis zum 24.11. während der Öffnungszeiten des Rathauses zu besichtigen.

J.S.

Stillleben zum Leben erweckt.

Es war schon ein besonderes Erlebnis, der  Kunsthistorikerin Ricarda Geib auf ihrer Zeitreise durch die Geschichte des Stilllebens folgen zu dürfen. An einer wohldosierten Anzahl typischer Gemälde von Barock bis Gegenwart wies sie nicht nur auf das „Offen-sichtliche“ hin sondern machte auch auf Details aufmerksam, die einem ungeschulten Auge entgangen wären, von der Symbolik zahlreicher scheinbar unwesentlicher Kleinigkeiten ganz zu schweigen. Und ihre Sprache? Bunt und voll wie eine barocke Blumenpracht. Es kam also auch das Ohr nicht zu kurz.

Sollte man einen solchen Abend, wie am 27.9. im Rössle erlebt, nicht (mit anderem Thema natürlich) wiederholen!? Was meinen Sie?

J.S.  

Münsingen: Altes Lager und Albmaler-Museum

25 Interessierte an lokaler Kunst und europäischer Geschichte besuchten am 16.9. den ehemaligen Truppenübungsplatz. Am Vormittag stand die Besichtigung der Militäreinrichtungen auf dem Programm. Auf diesem riesigen Areal haben des Kaisers Truppen, Hitlers Divisionen, die französischen Besatzer und letztlich die Bundeswehr den Ernstfall geprobt. Man kann nur dankbar sein, dass dieser Ernstfall in unseren Landen 70 Jahre lang und mehr nicht eingetreten ist.

Das Museum mit Bildern der Alb des vergangenen Jahrhunderts, besucht am Nachmittag, spiegelt eine untergegangene Welt wider, die nur Realitätsvergessene als die "gute, alte" bezeichnen. Die Ruhe, ja: der Friede, den alle Exponate vermitteln, ist nur Kulisse, vor der sich ein hartes Leben abspielte. Nicht nur die technischen Bequemlichkeiten unserer Tage blieben diesen Menschen versagt, schlimmer: Zwei Weltkriege galt es zu überleben! (Siehe oben)

Wo wurden uns an einem Ort diese Kontraste je so deutlich vorgeführt?

J.S.

 

Photo: Wikipedia

 

ROM 312 WELTGRÖSSTES 360°-PANORAMA

 

Dieses Panorama von YADEGAR ASISI begeistert alle!

 

So auch die Kunstfreundinnen und Kunstfreunde, die am 12. August im Gasometer Pforzheim waren:

Dank der fachkundigen Führung von Marion Bernauer war die Zeitreise ins Panorama ROM 312 etwas ganz Besonderes!

Nicht nur optisch, auch atmosphärisch ist das Riesenrundbild ein ganz neuartiges Kunsterlebnis. Die Zeitreise ins Panorama ROM 312 beginnt beim Eintritt in die Rotunde des alten Gaskessels. Majestätisch breiten sich auf 3.500 Quadratmetern Bildfläche und auf einer Höhe von 32 Metern unzählige römische Paläste, antike Säulen, Thermen, Quadrigen und Basiliken über die Rundwand des ehemaligen

Gasbehälters aus, die man von einer 15 Meter hohen Besucherplattform erleben kann.

 

Die Ausstellung ist noch bis zum nächsten Jahr verlängert worden – möchte man nicht sofort nach ROM reisen?

 

jc

Alle Photos: Marion Bergien

Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit (Karl Valentin)

 

Das Malwochenende 29./30. Juli unter der guten Leitung der Künstlerin Silvia Faragó hatte das Thema Kanarische Inseln: Schroffe Felsen, Vulkangestein, exotische Pflanzen. Es wurde in diesem Jahr in der schwierigen Aquarelltechnik gemalt.

Trotz aller Mühen und Kämpfe mit der Farbe, dem Papier und der Vorlage  war die Stimmung sehr gelöst und voller Freude. 

Jedes Bild hatte die „Persönlichkeit“ des Malers – freuen wir uns schon heute

auf die evtl. Ausstellung beim Künstlerforum im Dezember?

 

jc

Die Künstlerinnen und ein Teil ihrer Aquarelle, z.T. mit den Vorlagen.                                     Alle Photos: Marion Bergien

Besuch in Schloss Bönnigheim

Am Samstag, den 15. Juli 17 fuhren die Kunstfreunde nach Bönnigheim. Im dortigen, im spätbarocken Stil erbauten Schloss  besichtigten wir die „Sammlung Zander“. Diese wurde von der Galeristin und Sammlerin Charlotte Zander (1930- 2014) gegründet. Die Sammlung gilt als eine der führenden für die „Kunst der Naive“, was Kunst ohne akademische Ausbildung, nicht etwa „laienhaft ausgeführte“, bedeutet.

 

Neben Klassikern wie Henri Rousseau, Camille Bombois, Sérafine Louis und vielen andereren wurde die Sammlung ab 1960 auf die Gebiete „Art Brut und „Outlander Art“ erweitert. Dies sind Kunstwerke, die vor allem in kunsttherapeutischen Einrichtungen entstanden. Die Sammlung Zander zeigt eindrucksvoll die kunsthistorische Bedeutung für die Kunst der Moderne, von denen Künstler wie Picasso, Kandinsky und Le Corbusier beeinflusst wurden.

 

P. Sigmund

 

Alle Photos: Wolfgang Wartbiegler

 

Besuch im Kubus. Kunstmuseum Stuttgart

Am 14. Juni 2017 traf sich eine Gruppe der Kunstfreunde vor Stuttgarts Kubus, um die Ausstellung anlässlich der Preisvergabe des „Kubus. Sparda-Kunstpreis im Kunstmuseum Stuttgart“. Dies ist das dritte Mal, dass dieser Preis gemeinsam mit der Stadt Stuttgart vergeben wird. Es wurden für die diesjährige Ausstellung folgende drei Künstlerinnen ausgewählt, die nun etwas näher beschrieben werden sollen.

Die Führung begann im dritten Stock mit Leni Hoffmann. Diese Künstlerin, die seit 2002 eine Professur an der Staatlichen Akademie der Künste in Karlsruhe innehat, arbeitet mit „zeitbasierten Interventionen“. So verarbeitete sie z.B. als große, ovale, sich überlappende Bodenflächen Knetmasse in den drei Grundfarben Blau, Magenta und Gelb. Eine dreidimensionale Anordnung von Gitterrosten mit dahinter liegenden, ebenfalls mit Knetmasse bedeckten Glastüren, die das Tageslicht durchscheinen ließen, erzeugte interessante Effekte. Vor einiger Zeit führte die Künstlerin direkt beim Druckvorgang verschiedener Tageszeitungen eine zusätzliche Gestaltung der laufenden Zeitungsblätter durch, indem sie Druckfarben darauf fließen ließ. Diese Arbeit konnte man auf einem Video verfolgen.

Im zweiten Stock stellt Myriam Holme aus. Auch sie studierte in Karlsruhe und übernahm schon mehrfach Gastprofessuren und Lehraufträge. Ihre Werke, die sowohl poetische Namen tragen als diese „Poesie“ auch ausstrahlen, sind immer eine Untersuchung der Eigenschaften von Materialien. Sie verarbeitet raumgreifend gestaltete Aluminiumbleche mit Farbaufträgen, grünlich schimmernde Glasklumpen. Dies erzeugt eine geheimnisvolle Atmosphäre. Goldfarbene Wandbehänge bzw. Installationen, Bilder mit einer eigentümlichen Struktur, die durch getrocknete Seifenschichten und Tusche entsteht, konnte man ebenfalls bestaunen.

Corinna Wasmuht ist seit 2006 Professorin an der Staatlichen Akademie der Künste in Karlsruhe. Ihre Arbeiten sind wieder völlig verschieden von denen ihrer Kolleginnen. Auf ihren großformatigen Bildern fügt die Künstlerin Fragmente der Wirklichkeit wie durch ein Kaleidoskop betrachtet zusammen. Aus vorgefundenen Abbildungen fertigt Corinna Wasmuht mit Hilfe des Computers sehr farbintensive Collagen, die dann präzise in kleinsten Farbflächen auf den Holzgrund gemalt werden. Ihre Werke wirken wie Momentaufnahmen, sind aber sorgfältig erarbeitete Kompositionen.

P.S.

Alle Photos: Rudolf Corzilius

Ausflug nach „Klein Manhatten“ eben FRANKFURT am Main.......

 

Der Tagesausflug galt der großen Werkschau des Surrealisten

René Magritte. Verrat der Bilder, Schirn-Kunsthalle.

 

27 Kunstinteressierte fanden sich schon um 7.00 Uhr pünktlich zur Abfahrt

am Reblebus in Waldenbuch ein. Gut so, denn leider mußte sich Herr Reble

ca. 1 Stunde durch den dichte Staus auf den Zubringerstraßen sowie auf der

Autobahn quälen. Aber unser Ziel erreichten wir pünktlich und Dank der guten

Führungen wurden uns ausgiebig die Bilder Magritte.s erklärt, der wesentlich von  von Plotin und Platon beeinflußt war. Vieles wurde uns klar, oder bleibt für immer

rätselhaft.

Der erste Impuls ist Widerspruch. Denn das Bild, das laut Bildtext behauptet

„Dies ist keine Pfeife“, zeigt ja eindeutig genau dies: eine Pfeife. Das Werk aus

dem Jahr 1929, regt noch heute Kritiker und Theoretiker zum Nachdenken an.

Die Beziehungen zwischen Sprache, Dingwelt und Abbildungen sind vielfältig

und kompliziert.

Die Schirn zeigt mit 70 Werken viel, auch Überraschendes.........

 

Wir spazierten weiter und bei strahlendem Sonnenschein war die Stadtführung ein

Hochgenuß. Zu beobachten, die sehr veränderte Architektur und das Flair der Stadt

am Main. Natürlich durfte beim Mittagessen die herrliche “Grie Sooß“ und der goldene „Äppelwoi“ Hessian Cider nicht fehlen!!! Einige kauften in der Markthalle noch die sehr geschätzen Kräutersträußchen für daheim.

 

Alles in allem war es ein gelungener Ausflug!

jc

Vernissage in Steinenbronn

Mit großem Besucherandrang fand am Sonntag, den 19. März 2017, im Rathaus die Vernissage mit plastischen Arbeiten von Frau Birgit Feil und Bildern des Künstler-Duos Stefan Noss und Dominic Edler statt.

In seiner Begrüßungsrede hob der Vorsitzende des Kunstvereins, Herr Dr. Schneider, neben den beeindruckenden Plastiken von Frau Birgit Feil unter dem Thema „Leute heute“ die Besonderheit der Gemälde/Collagen von Herrn Stefan Noss und Herrn Dominic Edler hervor. Diese sind nämlich in Partnerarbeit entstanden und werden bezeichnenderweise unter dem Thema „Ping Pong“ gezeigt. Herr Dr. Schneider wies noch darauf hin, dass die Besucher im Kleinen Sitzungssaal ein Video anschauen könnten, das zeigt, wie die Werke entstehen. 

Frau Fermo, die gut mit den Werken der beiden Künstler vertraut ist, machte die Einführung. Obwohl auf den ersten Blick sehr gegensätzlich ist Verbindendes erkennbar. Während Foss/Edler Beziehungen zueinander aufbauen, verlangen die figürlichen Plastiken von Birgit Feil nach Beziehungsaufbau mit dem Betrachter. So werden anonyme Darstellungen von Menschen zu Individuen. Frau Feil arbeitet ihre zum Teil lebensgroßen Plastiken zuerst in Ton. Danach werden Abgüsse in verschiedenen Materialien gefertigt. Ihre ausgestellten Werke sind aus einem speziellen Kunststoff, zum Teil in zarten Tönen bemalt, was zu ihren Ruhe ausstrahlenden Darstellungen sehr gut passt. 

Die farbenfrohen Werke des Künstler-Duos entstehen entweder synchron oder in Etappen hintereinander. Was bedeutet, dass immer wieder Bilder auf die Reise zwischen Remagen, wo Herr Noss wohnt, und Filderstadt gehen, bis sie fertig sind. Dabei sei, so Herr Edler, er der „Bauchkünstler“, sein Freund Herr Noss, der „Kopfkünstler“. 

Als Abschluss wies Herr Bürgermeister Singer noch darauf hin, wie frei heutzutage Künstler arbeiten können. Was Kunst ist, wird nicht mehr vorgeschrieben. Künstler und Betrachter können entscheiden.

Die gelungene Ausstellungseröffnung wurde durch Frau Ev-Daphne Benzing, Saxophon, und Herrn Albrecht Grosse, Cello, musikalisch umrahmt.

P.S.

Bilder: Willi Wizemann, Jörg Schlotterbeck

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