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Ausstellungen seit Vereinsgründung [hier]

Aus jüngster Zeit:

 

Wenn jemand eine Reise tut, dann kann er was erzählen.

Dem stimmen wir wohl zu.

Kunst will zum Nachdenken anregen.

Ein hoher Anspruch.

 

Wir sind nach Mannheim zur Kunst (in der neuen Kunsthalle) gereist. Eineinhalb Stunden Führung durch das fast 70 Millionen Euro teure architektonische Kunstwerk. Welche der besprochenen „Arbeiten“ (beliebter Terminus technicus) lässt welche Gedanken in Ihnen aufkommen? Schauen Sie sich einige Werke in der Bildergalerie unten (nochmals) in Ruhe an.

Verraten Sie uns Ihre Gedanken via schneider@kunstfreunde-waldenbuch.de Wer auch nicht in Mannheim war, fühle sich angesprochen. Ob Vereinsmitglied oder nicht. Machen Sie aus Ihrem Herzen keine Mördergrube. Wir werden Ihren Beitrag, so Sie zustimmen, auf unserer Website veröffentlichen; mit Namen oder anonym, ganz nach Wunsch.

Nur Mut!

J.S.

Bilder zur Kunst

Bilder: Marion Bergien, Brigitte Kehl

Bilder zum Gebäude

Photos: Marion Bergien, Brigitte Kehl

Photos zur Stadt

Photos: Marion Bergien, Brigitte Kehl

Workshop in Steinenbronn

Dieses Jahr wurde im Workshop statt Malen mit Acryl oder Aquarell neun Teilnehmerinnen etwas völlig anderes vorgestellt. Die Künstlerin Susanne Hindemith führte in verschiedene Drucktechniken, wie die Monotypie, Abklatsch und Drucken mit Walzen und Schablonen ein. Während bei der Monotypie und Abklatsch Papier auf eine mit Linoldruckfarbe vorbereitete Glasplatte gepresst wird, handelt es sich beim Drucken mit selbstgefertigten Stempeln und Walzen um Negativdruck. Beim Arbeiten mit Schablonen wird Acrylfarbe mit auf den Untergrund „gestupft“. Alle Techniken lassen sich wunderbar kombinieren. Man konnte experimentieren und über die entstandenen Werke staunen. Selten waren die Teilnehmerinnen eines Kunstkurses so zufrieden mit ihren erzielten Ergebnissen.

Die jeweils besten Arbeiten werden wieder im „Forum“ zu bewundern sein.

P. S.

Photos: Marion Bergien

Reise an die Ruhr

Lesen Sie [hier den Bericht] von Helga Jacob.

Zur Einstimmung einige Photos von Wolfgang Wartbiegler.

Durch einfachen Klick mit der linken Maustaste lässt sich jedes Photo vergrößern, anhalten und die Legende wird sichtbar.

 

Warum denn in die Ferne schweifen ???

Eine kleine Gruppe der Kunstfreunde (14) besuchte an einem sonnigen Frühlingssamstag   HAIGERLOCH, dem Himmel so nah, auf Fels gebaut.

 

KUNST, KULTUR und KERNSPALTUNG

 

Haigerloch, das romantische Felsenstädtchen in Eyachtal, erwartete uns  mit sehenswerten Superlativen. Der weltweit erste Atomreaktor, in einem Bierkeller tief im Fels, die einzige Nachbildung von da Vincis Abendmahl in Originalgröße, Kunst-

galerien und immer wieder faszinierende Ausblicke über das Eyachtal.

 

Die erste Besichtigung galt dem Karl Hurm-Museum in der „Ölmühle“. Von dieser   fantastischen Sammlung dort – wir berichteten schon darüber - kann man nur in den höchsten Tönen schwärmen. Die Bilder sind Traumwelten – eine Reise durch

Fantasie und Wirklichkeit. Und der berühmte schwäbische Schriftsteller Thaddäus Troll, der auch Kunsthistoriker war, duldete neben Drucken des Reutlinger Holzschnittmeisters HAP Grieshaber nur Werke von Karl Hurm  an den Wänden seines Ferienhauses.

 Danach das Kontrastprogramm – die Werke der Malerfamilie Schüz: Landschaften und Portraits der Region – eine Dauerausstellung im alten Pfarrhaus, der Malerfamilie Schüz  gewidmet. Theodor Schüz, ein bedeutender Genremaler

des 19. Jahrhunderts hatte drei Söhne: Martin Schüz war Jahrzehnte evangelischer Pfarrer in Haigerloch. Von ihm werden zahlreiche Aquarellbilder gezeigt. Sein Bruder Friedrich Schüz, Kunstmaler fertigte die Rekonstruktion des Abendmahles nach Leonardo da Vinci in der evangelischen Kirche. Von ihm sind viele Bilder aus Haigerloch und Landschaftsbilder aus der Umgebung ausgestellt. Der dritte Bruder Hans starb jung und hinterließ ebenfalls ein umfangreiches Werk, das in Ausschnitten gezeigt wird.

Nach einem genüsslichen Mittagessen besuchten wir das Privatmuseum ALRAUNE im Schwanen – absoluter Kontrast zum Vormittag – aber sehr witzig: Kunstfiguren -

Ausstellung und begehbares Gesamtkunstwerk!

Ein insgesamt sehr gelungener Tagesausflug!!!

JC

Photos: Marion Bergien

Vernissage im Frühling bei Schneegestöber?!

 

Das hatten sich die Kunstfreunde Waldenbuch & Steinenbronn ganz anders vorgestellt.........aber es war wieder eine sehr gelungene Ausstellungeröffnung, zwar nicht mit dem Besucherandrang, wie sonst, aber nicht uninteressant.

Einen fetzigen Auftakt bot die Musikgruppe mit Albi Hefele & magic U15, mit 15 jungen Menschen und guter Laune, dann die herzliche Ansprache des Hausherren, Herrn Singer; die anschließenden Ansprachen zu beiden Künstlern: Ev-Daphne Benzing und Tom Bässler waren sehr stimmig.

Die Kunstdrucke von Tom Bässler wirken auf den ersten Blick wie Ölgemälde, ob es sich um den Autorückspiegel, oder Eiswürfel, Micky's Ball, oder, oder handelt. Eine unend-liche Ruhe ist ihre Ausstrahlung, trotz Rost, Handwerk, Industrie, Rechenmaschine oder Kabelgewirr. Einst waren die Turbinen, die Kessel, die elektrischen Schaltungen der

letzte Stand der Technik, der glänzende Stolz nicht nur der dort arbeitenden Menschen. So präsentiert er unscheinbare, wertlose Gegenstände aus der harten Arbeitswelt wie Kostbarkeiten.

Im starken Kontrast dazu stehen oder liegen die keramischen Plastiken

von Ev-Daphne Benzing. Der Ton begleitet sie seit vielen Jahren in ganz unterschied-lichen Ausdrucksformen. Manchmal hat sie sogar das Gefühl, dass er sie aussucht. Es ist der Ton in der Musik und der Ton als keramische Masse (Ev-Daphne spielt auch Saxophon). Die Verwendung von zusätzlichen Materialien, wie z.B. Eisen, bedeutet für sie, unterschiedliche Materialien in einer Form zu integrieren. Bei der Oberflächenge-

staltung kann der Rakubrand mit seiner typischen Schwarzfärbung ein entsprechendes Pendant zum Einsatz von rostigem Eisen sein.

 

JC

 

Die sehr interessante Ausstellung ist noch bis Anfang Mai zu den üblichen

Öffnungszeiten des Steinenbronner Rathauses zu sehen.

 

 

 

 

Photos: Wolfgang Wartbiegler

 

Bilder: Jörg Schlotterbeck

Rupprecht Geiger:  „Pinc kommt!“ im Schauwerk

Nach der ersten Retrospektive der Werke Rupprecht Geigers (26. Jan. 1908 bis 6. Dez. 2009) im Lehnbachhaus findet derzeit die zweite im „Schauwerk“ in Sindelfingen statt. In einer ausgezeichneten Führung wurde am Samstag den Kunstfreunden das Werk dieses weltweit bekannten Künstlers nahegebracht.

Rupprecht Geiger war Architekt und wurde während Frontaufenthalten an der Ostfront als Autodidakt zum Kriegsmaler. Er löste sich danach von der gegenständlichen Malerei, war Mitbegründer der Gruppe „ZEN 49“, der unter anderem Willi Baumeister angehörte und gilt als hervorragender Vertreter der „Gegenstandlosen Malerei“ in Deutschland.

Sein Lebenswerk dreht sich um Farbe, besonders um das Rot, was die stimulierendste aller Farben ist. Seine Formen reduziert der Künstler vor allem auf die geometrischen Formen Rechteck, Quadrat, Kreis und Oval. Man könnte meinen, dies wäre langweilig und einseitig, aber alle waren fasziniert von der Vielfalt der Farbschattierungen und der Gestaltung, seien es Ölgemälde, Rauminstallationen oder Modelle von „Kunst im Raum“, die in realer Größe zum „Energietanken“ gedacht sind. Das Spätwerk sind riesige, mit Leuchtpigmenten angereicherte Farbflächen in den geometrischen Grundformen, die vor den Augen geradezu flimmern vor Intensität.

P.S.

 

Photos: Marion Bergien

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