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Ausstellungen seit Vereinsgründung [hier]

Aus jüngster Zeit:

 

                        Malzeiten im Sommerferienprogramm

 

Alle Jahre wieder beteiligen sich die Kunstfreunde in beiden Gemeinden am Sommerferienprogramm. In diesem Jahr freuten sich elf Kinder aus Waldenbuch und sieben in Steinenbronn mit Aquarellfarben zu arbeiten, ist ja nicht so einfach.

Das Thema war, einen Lieblingsbaum zu malen, aber dabei blieb es natürlich nicht, denn der eigenen Phantasie sind bekanntlich keine Grenzen gesetzt. So entstanden Bilder mit Eistüten, einem Eisbär und da ein Mädel die Farben zu Ostern geschenkt bekam, durfte der Hase mit einem bunten Eierkorb nicht fehlen.

Etwas schwieriger gestaltete sich der Unterricht, weil in Steinenbronn vier ukrainische Kinder dabei waren, die weder Deutsch noch Englisch sprachen. Aber mit Hilfe guter Vorlagen klappte es bestens. Robert aus der Ukraine malte z.B. ein „Pferdebild“ von Franz Marc 1:1 ab, ohne es lange studiert zu haben.

Glücklich und mit vielen bunten Kunstwerken im Gepäck, gingen alle nach Hause.

Wir wünschen noch schöne Sommerferien!

Schauen Sie auch auf unsere Homepage: www.kunstfreunde-waldenbuch.de

Es gibt viele Aktivitäten.........

JC

KUNSTMUSEUM STUTTGART -  TOBIAS REHBERGER

I DO IF I DONT'T

 

 

Trotz großer Hitze besuchte eine Gruppe der Kunstfreunde am 4. August diese grandiose Ausstellung, die mit wenigen Worten nicht zu beschreiben ist.

Für seine Werke bediente sich der Künstler verschiedener Konzepte und Ideen aus Architektur, Design und Musik. Etliche seiner Arbeiten scheinen aufgrund ihrer farbenfrohen, poppigen und auffälligen Oberflächen, sowie haptischen Materialität leicht zugänglich und unmittelbar verständlich. Erst bei ingehender Betrach-tung erschließt sich dann deren ganze Tiefsinnigkeit und inhaltliche Komplexität.

Im ersten Ausstellungsraum wird man von mehr als 40 Vasen-Porträts empfangen. Rehberger porträtiert seit 1995 Künstler*innen und Sammler*innen, indem er sie als Vasen darstellt. In den früheren Arbeiten bat er die Porträtierten, ihre Lieblingsblumen und -gewächse zu übermitteln – ohne sie davor in Kenntnis zu setzen, welche Farbe oder Gestalt „ihre“ Vase hat. So gibt es kleine und große, eckige und bauchige, schlichte und extravagante Formen, die bunt, monochrom oder durchsichtig sein können. Die Porträts unterlaufen die gängige Vorstellung von Repräsentation und entfalten sich zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung: Das Selbstporträt in Form von Blumen trifft auf die Sicht des Künstlers, im Arrangement entsteht eine Art Doppelporträt. In dieser Werkgruppe sind auch mehrere Selbstbildnisse des Künstlers entstanden.

Den nächsten, zentralen zweigeschossigen Raum des Kubus füllt eine Lichtinstallation mit ca. 200 von der Decke hängenden Lampen komplett aus. Für die Gestaltung und Herstellung der Lampen beauftragte Rehberger eine traditionelle Glasbläserei im Harz. Die tropfenförmigen, verschiedenfarbigen Glaslampen werden ergänzt von Lichtobjekten, die aus farbigen Klettbändern gefertigt sind.

 

Es gibt noch mehr zu sehen und zu bestaunen, aber schauen Sie selbst und besuchen Sie diese einzigartige Ausstellung mit einer Ideensammlung der besonderen Art, bis 28. August 2022.

JC

 

 

Alle Photos: Marion Bergien

                        KUNSTSTIFTUNG LUTZ ACKERMANN

 

Besuch der Kunstfreunde Waldenbuch & Steinenbronn am letzten Donnerstag

 

Ein sehr freundlicher Lutz Ackermann begrüßte uns am Eingang der herrlichen Anlage mit den Worten, er höre sehr schlecht wie sein Hund, der schwanzwedelnd um alle herumsprang. Zunächst sollten wir sein neu konzipiertes Treppengeländer an der Eingangstreppe testen und schon waren wir in diesem traumhaft schönen Park. Ich war überrascht, wie viel neue Werke Lutz Ackermann in den letzten 10 Jahren geschaffen hatte.

Rostiges Eisen zieht ihn magisch an. Der begabte Handwerker erkannte früh seine schöpferischen Möglichkeiten des rostbraunen Materials, das von der Eisenzeit bis zum Industriezeitalter neben seinem Nutzungs-aspekt immer auch eine philosophische Dimension eröffnete. Der Gestaltungswille des Künstlers führt zu einer Vielzahl äußerst symbolträchtiger Metamorphosen in kleinen wie in großen Formgebilden. Die große Scheibe - Foto vor 14 Tagen - war z.B. eine Drehscheibe für Güterwagen.

Lutz Ackermann erzählte lustige, aber auch traurige Hintergründe beim Erwerb der rostigen Teile. Wir erlebten einen sehr interessanten „Kunstnachmittag“, der noch lange nachklang. Am Spätnachmittag wurde ein neues Werk von ihm in Nebringen eingeweiht.

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH !

JC

 

Alle Photos: Marion Bergien

Besuch im Staatstheater Stuttgart „Hinter den Kulissen“

 

Oben auf der großen Treppe des mit klassizistischen Säulen geschmückten Baues, dem „Großen Haus“,  nahm uns ein sehr kompetenter Führer, der bereits über 50 Jahre für das Staatstheater arbeitet, in Empfang. Das Stuttgarter Staatstheater wurde 1909 bis 1912 als Königliches Hoftheater, Opern- und Schauspielhaus durch den Architekten Max Littman erbaut. Bis zum 2. Weltkrieg stand dem jetzigen Bau ein etwas kleinerer gegenüber, wo vor allem Theateraufführungen stattfanden. Heute ist das Stuttgarter Staatstheater immer noch das größte „Drei-Sparten-Haus“ Europas, wo Oper, Ballett und Schauspiel unter einem Dach stattfinden können. Von den 1 500 dort arbeiteten Menschen sind nur 500 darstellende Künstler. Das veranschaulicht ein Rundgang durch das riesige Gebäude. Selbst in den Stockwerken, in denen sich die Publikumsräume befinden, ist der „Backstage- Bereich“ wesentlich größer. Hier befinden sich Kulissenwände, Beleuchtungen und Requisiten. Die Bühnen bestehen aus einzelnen Partien, die man getrennt voneinander absenken oder anheben kann. Es herrschte ein recht hektisches Treiben. Wie wir zu Besuch waren, wurden gerade die Spezialböden für die Balletttänzer eingelegt, da abends das Ballett „Mayerling“ aufgeführt werden sollte. Auch den Orchestergraben kann man, je nach Bedarf,  anheben. Bei Wagneropern ist er z.B. ganz unten, bei anderen Musikstücken oft höher und, wenn eine Veranstaltung stattfindet, kann er dem Niveau des Zuschauerraumes angepasst werden.

Bei dem Rundgang durch die oberen Etagen konnte man Blicke in die Schneidereien,  Färberei, Modisterei und den Fundus werfen. Alles riesig! Der Malsaal für die Kulissen ist der größte Europas. Auch hier wurde fleißig gearbeitet. Leider ist im ganzen Komplex Fotografierverbot!

Das Foto zeigt ein attraktives „Kunstobjekt“, das im See vor dem Staatstheater liegt. Es ist das vom Sturm abgerissene Kupferdach des Hauses!

 

P.S.

 

Protokoll zur Jahreshauptversammlung am 18. Mai 2022, 18.00 Uhr im Landgasthof „Rössle“ in Waldenbuch

 

1.)Es waren 36 Mitglieder anwesend. Der Verein zählt 125 Mitglieder. Zur Tagesordnung waren keine Anträge eingegangen.

 

2.)Der 1. Vorsitzende, Herr Dr. Schneider, begrüßte die anwesenden Mitglieder.

Dem Verein sind erfreulicherweise 5 neue Mitglieder beigetreten.

 

3.)Es folgte die Begrüßung durch Frau Odendahl im Namen der Gemeinde.

 

4.)Herr Schneider wies darauf hin, dass die Jahreshauptversammlung so weit in das Jahr hinein verschoben werden musste, da die Corona-Regelungen es nicht früher zuließen. Deshalb konnten lange Zeit auch kaum Aktivitäten des Vereines stattfinden.

 

5.)Der gesamte Vorstand wird ab Ende 2024 nicht mehr zur Verfügung stehen. Herr Dr. Schneider wies in dem Zusammenhang auf seinen Brief vom 24. April an die Vereinsmitglieder hin. 

 

6.)Der Vorsitzende hat sehr viele, seit geschätzt 20 Jahren nicht angerührte Bilderrahmen des Vereins eingelagert, die er wegen Umzugs abgeben muss.

 

7.)Den beiden langjährigen, verstorbenen Mitgliedern, Herrn Michele Di Lauro und Herrn Manfred Haug, wurde in einer Gedenkminute gedacht. Beide Herren waren künstlerisch tätig und vor allem Herr Haug war als Helfer bei Aktionen wie dem Gestalten der Ausstellungen sehr interessiert und engagiert dabei.

 

8.)Es folgte der Bericht über die Aktivitäten des Vereins im Jahr 2021 bis zum jetzigen Zeitpunkt durch die stellvertretende Vorsitzende Frau Jacob (Auch die Punkte der Schriftführerin, Frau Sigmund)

Im Juni konnte nach langer Pause das Frieder Burda Museum in Baden Baden besucht werden, wo eine Ausstellung russischer Impressionisten gezeigt wurde.

Im August fanden wieder unter der Leitung von Frau Jacob die Kindermalkurse in den beiden Gemeinden statt.

Es schloss sich im September der Malkurs für die MalerInnen des Vereins an. Das Thema war dieses Mal „Portrait“. Dozentin war Blanka Walter.

Im September konnte man endlich die Ausstellung „Werke im Licht“ im Museum Ritter besuchen. Der international bekannte Installationskünstler Heinz Mack war zu bewundern.

Nach Winterthur ging der Kunstausflug zu der Ausstellung „Expressionismus. Schweiz.

Die Vernissage des Künstlerforums unter dem Motto „Kunterbunt“ konnte wegen Corona anicht stattfinden. Die Arbeiten der Mitglieder wurden aber trotz allem ausgestellt und dann fast jede Woche mit Bild und Text in den Amtsblättern vorgestellt.

Auch der traditionelle Jahresabschluss im Museum Ritter durfte nicht stattfinden, konnte aber mit großem Interesse am 14. und 28. Januar 2022 nachgeholt werden. Der Titel war „Kein Tag ohne Linie“.

Nach diesem Start ins Neue Jahr folgte im Februar mit großer Beteiligung die Ausstellung in der Staatsgalerie zu Peter Paul Rubens unter dem Motto „Becoming Famous“.

Im März startete eine Gruppe der Kunstfreunde nach Leipzig und Halle. Über diese schöne Reise wurde ausführlich in den Gemeindeblättern berichtet.

 

Mit mehr als einem Jahr Verspätung eröffneten wir endlich die Ausstellung „The Waiting“ mit Werken des Künstlerehepaares Olga Dugina und Andrej Dugin.

 

Die Ausstellung „Herzstücke“ in der Kunsthalle Tübingen besuchten wir im April. Sie zeigte Werke aus der Kunsthalle Emden, die Henri Nannen mit großer Leidenschaft gesammelt und der Stadt gestiftet hat.

 

Im Mai dieses Jahres fand der Kunstkurs „Monotypie“ für MalerInnen des Vereins statt. Bei der Dozentin Susanne Hindemith entstanden attraktive Werke.

 

Ein Vierteljahr lang sponserte unser Verein Kinder der Klingenbachschule in Steinenbronn, die mit Begeisterung unter der Anleitung der Dozentin Blanka Walter kreativ arbeiteten.

 

9.)Es folgte die Vorstellung der Planungen für die künftigen Unternehmungen des Vereins:

14. Juni um 15 Uhr: Führung durch das Gebäude des Staatstheaters und seinen Werkstätten. (Anmeldungen bitte bei Frau Jacob)

6. Juli: Stammtisch im „Rössle“- Thema „Paul Gauguin“

21. Juli:Besuch des Künstlers Lutz Ackermann, Gäufelden

Im August: wieder Beteiligung am Sommerferienprogramm in beiden Orten

Anfang November: Ausstellung mit Simon Dittrich

Außerdem ist ein Besuch im Schauwerk Sindelfingen mit Werken von Ben Willikens unter dem Titel „Raum und Gedächtnis“ vorgesehen.

 

10.)Es folgte der ausführliche Bericht des Schatzmeisters, Herrn Christophers.

 

11.) Frau Kohler und Herr Mayer haben die Kassenprüfung durchgeführt. Alles ist in Ordnung, es gibt keine Beanstandungen.

 

12.) Herr Wizemann konnte erfolgreich durch Akklamation (einstimmig) den Vorstand entlasten.

 

13.)zu den Berichten gab es keine Aussprachen.

 

14.) Frau Odendahl dankte dem Vorstand, dass trotz Pandemie doch einiges stattfinden konnte. Als Wahlleiterin machte sie den Vorschlag, den gesamten Vorstand samt Kassenprüfer durch Handzeichen wieder zu wählen. Dies wurde einstimmig angenommen.

Der Vorstand wurde einstimmig wiedergewählt.

 

15.) Verschiedenes: es kamen keine Wortmeldungen.

 

20. 05. 2022            P. Sigmund

                                                MONOTYPIE

 

Monotypie ist ein im 17. Jahrhundert wohl von Giovanni Benedetto Castiglione (1616 - 1670) erfundenes Verfahren der Bildenden Kunst.

Statt auf Papier oder Leinwand wird auf Glas-, Igelit- , Acryl- oder Metallplatten gezeichnet oder gemalt und, solange die Farbe noch feucht ist, mittels Presse oder Handabreibung auf das Papier gedruckt. Geschieht das mit einer Druckpresse, hat der Abzug einen Plattenrand wie ein Tiefdruck.

Unter der bewährten Anleitung von Susanne Hindemith widmeten sich wiederholt am letzten Wochenende acht Malerinnen der Kunstfreunde Waldenbuch&Steinenbronn dieser Bildgestaltung. Es wurden Farben ge-

mischt, ausgekratzt, in Schichten aufgetragen, gerissen, geklebt und übermalt.

Ziel war es, der eigenen Fantasie freien Lauf zu lassen und das machte sehr viel Spaß und wie sagte schon Karl Valentin: Zitat „Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit!“

Es entstanden viele  farbenprächtige und sehr unterschiedliche Arbeiten, die spätestens beim nächsten Künstlerforum zu besichtigen sind. 

Zum guten Schluss noch ein Zitat von Picasso:

„Es gibt Maler, die die Sonne in einen gelben Fleck verwandeln. Es gibt aber andere, die dank ihrer Kunst und Intelligenz einen gelben Fleck in die Sonne verwandeln können.“

JC

 

„Herzstücke“ in der Kunsthalle Tübingen

Am 25. April 2022 besuchten die Kunstfreunde Waldenbuch-Steinenbronn die oben genannte Ausstellung mit Werken aus der Sammlung Henri Nannen. Unter kompetenter Führung wurden expressionistische Meisterwerke bekannter Vertreter der „Brücke“ und des „Blauen Reiters“ gezeigt, aber überwiegend interessante Bilder und Skulpturen von nicht so geläufigen Künstlern bis in die 90er Jahre, eben „Herzstücke“.

P.S.

Alle Photos: Marion Bergien

Vernissage „ The Waiting“ am 27. März im Rathaus Steinenbronn

 

Nachdem die Ausstellung des Künstlerehepaares Olga Dugina und Andrej Dugin aus Pandemiegründen mehrmals verschoben werden musste, konnte sie am Sonntag endlich bei starkem Besucherandrang eröffnet werden. Der Titel „The Waiting“ ist deshalb sehr passend.

Die musikalische Umrahmung bildete Sequenzen aus Mussorgskis „Bilder einer Ausstellung“, die Anselm Krisch am Klavier interpretierte. Nach einführenden Worten des Vereinsvorsitzenden Dr. Schneider und der Begrüßung durch Bürgermeister Habakuk, der sich erfreut über die Kunst fördernden Ambitionen des Vereins äußerte und weitere Aktivitäten unterstützen möchte, stellte sich Andrej Dugin vor. Er wies darauf hin, dass  seine Werke im Gegensatz zu den farbenfrohen Graphiken seiner Frau Olga Dugina eher in matten, verhaltenen Farben gemalt sind. Dies entspricht in vielerlei Hinsicht der weltweiten Lage. Interpretationen seiner Werke möchte er nicht geben. Jeder Betrachter soll Gelegenheit zu eigener Sichtweise haben. Die großformatigen, realistisch gemalten Acrylbilder, die zum Teil surrealistisch anmuten, sind beeindruckend und so ganz anders als die kleinformatigen, bunten Graphiken seiner Frau Olga Dugina. Ihre Bilder haben einen ganz besonderen, märchenhaft orientalischen Reiz. Wenn man allerdings die zauberhaft illustrierten „Bilderbücher“ betrachtet, so entdeckt man viel Übereinstimmung in der Darstellungsweise. Diese sehr sehenswerte Ausstellung kann zu den Öffnungszeiten des Steinenbronner Rathauses bis 6. Mai 2022 besucht werden.

P.S.

Photos: Rudolf Corzilius                                                                                             (u.a. das Künstlerehepaar (2x), Herr BM Habakuk)

Kunstreise nach Leipzig und Halle

 

Am 11. März 22 fuhr eine Gruppe unseres Vereins bei herrlichem Sonnenschein mit dem Busunternehmen Reble Richtung Nordosten. Unser Mittagsstopp war im schönen Erfurt, wo wir die malerischen Renaissancegebäude rund um den riesigen Marktplatz und die Domkirche St. Marien bewunderten. Hier begann das Klosterleben von Martin Luther.

In dem bequemen Hotel direkt gegenüber des Gewandhauses und der Oper ließen wir den Tag ausklingen.

Am nächsten Morgen nahm uns unser Stadtführer in Empfang. Nach einer Stadtrundfahrt mit dem Bus folgte ein Stadtrundgang. Das war ein wahrer Genuss, da der Führer uns nicht nur sehr kompetent, sondern auch humorvoll, seine Stadt präsentierte. Die Stadt wurde zwar im 2. Weltkrieg zu 60% zerstört, die wunderbare Altstadt blieb aber zum großen Teil erhalten.

Die Messestadt Leipzig wurde an der Achse zweier mittelalterlicher Handelsrouten gegründet, die alle bedeutenden europäischen Städte miteinander verbanden. Diese Achsen setzten sich später in ihren überall in der Altstadt befindlichen Passagen fort, die ehemals dazu dienten, die Messewaren auf direktem Wege zu ihren Interessenten zu befördern. Die Namen vieler bekannter Firmen findet man noch aller Ortens. Die Bekannteste ist wohl die Mädlerpassage, in der sich auch „Auerbachs Keller“ befindet. Große Verlage wie Reclam oder Brockhaus hatten ihren Sitz im „Graphischen Viertel“. Der Reichtum der Stadt spiegelt sich in ihren prachtvollen Villen und auch in dem schlossartigen „Neuen Rathaus“. Von besonderer Bedeutung ist die Nikolaikirche, vor der am 4. September 1989 die Montagsdemonstrationen begannen, und die Thomaskirche, in der die Gebeine Johann Sebastian Bachs ruhen und der welt-berühmte „Thomaner-Chor“ seinen Sitz hat.

Nach der Mittagspause trafen wir uns im hochmodernen „Museum der Bildenden Künste“. Werke des Leipziger Künstlers Max Klinger bildeten den Auftakt. Seine Ende des 19. Jahrhunderts entstandenen Werke beeindrucken heute vor allem durch die Materialzusammenstellungen aus mehreren Marmor-arten, Elfenbein, Bronze und Bernstein. Die Kunstwerke des 20. Jahrhunderts zeigten deutlich, wie unterdrückt die Künstler bis zum Ende der DDR waren: Ablehnung des Impressionismus, sogenannter Entarteter Kunst, systemkritischer Bilder…

Am Sonntag fuhren wir nach Halle, das ebenfalls eine sehr alte Universität hat und durch die Salzgewinnung reich geworden war. Halle liegt im Chemiedreieck, zu dem auch das früher berüchtigte Bitterfeld mit extrem starker Umweltverschmutzung gehört. Im Gegensatz zu Leipzig wurde Halle weitgehend von schweren Bombenangriffen verschont. Aus finanziellen Gründen wurden  aber vor der Wende viele historische Gebäude abgerissen oder sich selbst überlassen. Stattdessen wurden in Außenbezirken Plattenbauten errichtet. Inzwischen hat sich viel getan. Das konnte man bei einer Stadtrundfahrt und anschließendem Stadtrundgang bewundern. Viele der ehemaligen Braunkohlegruben sind zu Seen geworden. Die Stadt weist viele kulturelle und museale Einrichtungen auf: das Händel-Geburtshaus, das Landesmuseum für Vorgeschichte, wo sich die berühmte Himmelsscheibe von Nebra befindet, das Händel-Denkmal vor dem Ratshof, Stadttheater, Opernhaus und die Moritzburg.

Dorthin führte uns ein Ausflug am Nachmittag. Dieses ehemalige befestigte Wohnschloss eines verschwendungssüchtigen Kardinals war ursprünglich als Zwingburg gegen die selbstbewussten „Salzwirker“ geplant. Kein anderer als Martin Luther führte Protestaktionen an.

In die Ruine der Moritzburg wurde ein sehr gelungener Glasbau als Museum eingefügt. Der ameri-kanische Künstler Lionel Feininger hielt sich immer wieder in Halle auf. Einige seiner bekanntesten Gemälde, wie „Der Dom in Halle“ sind hier zu bewundern. 

P.S.

 

 

BECOMING FAMOUS Peter Paul Rubens in der Staatsgalerie

(12.2.2022)

Peter Paul Rubens (1577-1640) gilt als der erfolgreichste Maler des Barocks. Seine eindrucksvollen, farbenprächtigen Werke zeichnen sich durch einen hohen Wiedererkennungswert aus. In ganz Europa wurden schon zu Lebzeiten Höchstpreise bezahlt.

Die Ausstellung zeigt die Entwicklung von seinen frühen Schaffensphasen zum internationalen Erfolg. Da er aus einer angesehenen, wohlhabenden Familie in Antwerpen stammte, standen ihm viele Türen offen und er lernte schon in der Schulzeit einflussreiche, spätere Förderer kennen. Neben seinem künstlerischen Talent  bemühte sich Rubens stets auch um Anerkennung in der Gesellschaft. So war er viele Jahre erfolgreich als Diplomat tätig, unter anderem für den Herzog von Mantua, dessen Hofmaler er auch war. Nach mehreren Jahren in Italien, wo er die Antike, Renaissance und Zeitgenossen studierte, kehrte er nach Antwerpen zurück und baute sich eine erfolgreiche Werkstatt auf, die in kurzer Zeit und in hoher Qualität „produzieren“ konnte. Neben Gemälden, auch preiswerteren Kopien, gab es auch eine umfangreiche Kupferstichproduktion. In zahlreichen Kirchen und bei prominenten Kunstliebhabern waren schon damals Rubens‘ Werke vertreten. Durch diese weite Verbreitung wurde Rubens zum begehrtesten Maler seiner Zeit.

Die Ausstellung zeigt 90 Gemälde und Arbeiten auf Papier aus dem eigenen Bestand sowie Leihgaben aus internationalen Museen und Sammlungen.

P.S.

Alle Photos: Marion Bergien

Besuch im Museum Ritter

 

Nachdem aus bekannten Gründen der traditionelle Jahresausklang des Vereins im Museum Ritter letztes Jahr nicht stattfinden konnte, wurde der Besuch auf den 14. Januar 2022 und, dank starkem Interesse, zusätzlich auf den 28. Januar verlegt. Jeweils in zwei kleinen Gruppen wurden wir kompetent durch die Ausstellung geführt. Der Titel war dieses Mal „Kein Tag ohne Linie“ mit Werken aus der Sammlung Marli Hoppe-Ritter. Während in der Natur eine gerade Linie oder gar ein Rechter Winkel so gut wie nicht vorkommen, haben Künstler aus den meisten kunstgeschichtlichen Epochen damit gearbeitet. Man denke nur an die meisterhaften Pyramiden. Für Paul Klee, der sein Schaffen der Losung „kein Tag ohne Linie“, einem Gedanken Plinius‘ des Älteren, verschrieb, war die Linie die unmittelbare Spur einer Bewegung.  Künstler der konstruktivistischen Avantgarde etablierten die Linie als mathematisch Exakte nicht nur auf der Bildebene, sondern auch in ihren raumdurchdringenden Objektkonstruktionen. Man sah also vielseitige Auseinandersetzungen mit der Linie wie Linienraster, Flächenteilungen, aber auch eine Reihe von Plastiken und Installationen.

P.S.

Photos: Marion Bergien (12) Petra Sigmund (1)

KUNTERBUNT, Ausstellung Künstler-Forum im Rathaus Waldenbuch

 

Normalerweise war für Sonntag, den 28. November 2021, eine Vernissage mit Werken der Maler*innen der Kunstfreunde geplant. Aus bekanntem Anlass konnte diese jedoch nicht stattfinden. Trotzdem können ab kommenden Montag, dem 29.11.21, die Bilder der Teilnehmer*innen besichtigt und bei Gefallen auch gekauft werden. Das Motto „kunterbunt“ wurde gewählt, weil die Werke, was Technik, Farbgebung und Stil anbelangt, unterschiedlicher nicht sein könnten, eben kunterbunt! Beachten Sie dabei die Öffnungszeiten des Rathauses. Dieses Jahr sind dabei: Marion Bergien, Conny Eppinger, Gisela Hitzfeld, Heinz Hofer, Luidger Hoffmann, Helga Jacob, Brigitte Kehl, Christel Kohler, Michele di Lauro, Dr. Antje Lindel, Jutta Mehnert, Armin Metzger, Petra Sigmund. Die Ausstellung endet am 16. Januar 2022.

P.S.

 

Unten eine Bilderauswahl

 

Kunstausflug nach Winterthur

 

Ja, auch Winterthur ist eine Reise wert! Am 14. Oktober 2021 besuchten die Kunstfreunde das Museum „Reinhart am Stadtgraben“. Unter kompetenter Führung konnte man einen interessanten Eindruck von den recht zahlreichen schweizerischen Künstlern erhalten, die sich dem Expressionismus zugewandt hatten. Vor allem die Gruppe „Rot-Blau“, die sich nach dem Vorbild der „Brücke“ gegründet hatte, war mit  vielen Werken vertreten. Aber auch deutsche Künstler wie Ludwig Kirchner, der viele Jahre bei Davos lebte und arbeitete, waren zu sehen. Der wichtigste Initiator für den Expressionismus war Vincent van Gogh, dessen Malduktus und Farbigkeit die jungen Künstler maßgeblich beeinflussten. Seinem Gemälde „Der Postillion“ wurde deshalb besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Sehr beeindruckend waren auch die gestickten „Gemälde“ der Künstlerin Alice Bailly.

Nach dem Besuch der Ausstellung konnte man noch bei herrlichem Herbstwetter durch die malerische Innenstadt schlendern und sich in einem der zahlreichen Restaurants stärken.

 

P.S.

Photos: Marion Bergien

Heinz Mack im Museum Ritter „Werke im Licht (1956- 2017)“

 

Am 17. September konnten die Kunstfreunde endlich einmal wieder einen Museumsbesuch wagen. Wie immer unter kompetenter Führung wurden wir in zwei kleinen Gruppen durch die Museumsräume geführt. .Anlässlich des 90. Geburtstages des Künstlers Heinz Mack hat das Museum eine beeindruckende Ausstellung zusammengestellt, bei der auch Teile aus dem eignen Bestand zu sehen waren. 

Heinz Mack ist einer der ZERO-Mitbegründer, die nach den Kriegsjahren auf „Stufe Null“ anfangen wollten. Vor allem Heinz Mack wurde schon in den 50er-Jahren international berühmt durch seine spektakulären, visionären Installationen in der Sahara. Hier legte er z.B. geriefte Betonplatten in den Sand, die, nachdem der Wind sie bedeckte, aussahen, als hätte eine Riese mit seinem Rechen Linien gezogen. Er baute dort meterhohe und -lange Wände aus spiegelndem Aluminium auf. Dieses Sahara-Projekt kann man in 13 Stationen, sprich Bildern, nachvollziehen. In der oberen Etage sind Lichtinstallationen, farbige, aber auch nur in abgestuften Grautönen gehaltene Bilder und einige Marmorskulpturen zu betrachten. Bei allen Werken konnte man die Intension der Bedeutung des Lichtes bzw. Lichteinfalls erkennen.

 

P.S.

Photo: Petra Sigmund

Anmerkung: Unsere Texte erscheinen auch auf der Homepage unseres Vereins und man kann uns online in den Amtsblättern nachlesen.

 

              Die Königsklasse der Malerei – das PORTRÄT – 2. Teil

 

"Es ist heilsam, sich mit farbigen Dingen zu umgeben. Was das Auge erfreut,

erfrischt den Geist, und was den Geist erfrischt, erfrischt den Körper."

(Prentice Mulford)

Gemäß diesem Motto sparten die Malerinnen der Kunstfreunde nicht mit den Farben, sondern verschwendeten sie regelrecht, auch im zweiten Teil des Malkurses mit Blanka Walter. Unter fachkundiger Anleitung entstanden farbige Portraits und Tierbilder oder eine Kombination aus beiden Themen. Es wurde mehr oder weniger experimentell gearbeitet, was in einer Gruppe immer interessant ist, da sich eine besondere Dynamik entwickelt. 

Bei diesem miesen Sonntagswetter (29.8.) im Rausch der Farben zu schwelgen, war eine helle Freude. Es werden weitere Kurse im nächsten Jahr folgen - die Übungen gehen weiter und wir werden wieder berichten.

JC  

Alle Photos: Brigitte Kehl

           Sommerferienprogramm MALEN in Steinenbronn

  - völlig am Thema vorbei -

 

Die Kunstfreunde Waldenbuch & Steinenbronn waren natürlich auch in Steinenbronn tätig. Die Mädchen (Alter 5-9 Jahre) hatten reichlich eigene Fantasie und malten andere Bilder als vorgegeben wurde. Das Thema war eigentlich: “Unser geliebtes Federvieh“, es wurde aber einfach ignoriert – gut so!

Sie malten herrliche, farbenfrohe Bilder in Aquarelltechnik oder mit Stiften: ein rosafarbenes Pferd, bunte Blumen, graue Elefanten und es entstand sogar ein Porträt mit blauer Nase der gegenübersitzenden Teilnehmerin, die allerdings nicht begeistert war.

Das sind doch die wahren Künstler, die sich in keine Zwänge pressen lassen – Freiheit ist wichtig und Spaß hat es wieder gemacht.

 

Wir wünschen weiterhin schöne Sommerferien – bleiben Sie gesund!

JC

Photos: A. Emhardt

Kindermalkurs in Waldenbuch

 

Auch dieses Jahr beteiligten sich die Kunstfreunde Waldenbuch & Steinenbronn am Sommerferien-programm. Am13.8. traf sich eine kleine Gruppe Jungkünstler im Innenhof des „Hauses der Begegnung“. Trotz der Hitze machten sich gleich alle Teilnehmerinnen mit Buntstiften, Filzschreibern oder Wasserfarben begeistert ans Werk. Das Thema lautete „ Unser liebes Federvieh“. Das hielt die Kinder allerdings nicht davon ab, von der „künstlerischen Freiheit“ Gebrauch zu machen. So entstanden neben einem Küken eine Eule, eine Krake, ein Elefant, Einhörner usw. Sei`s drum: Hauptsache war doch, dass die kleinen Künstler mit Freude an der Arbeit waren und ihre Ergebnisse stolz mitnehmen konnten!

Wir wünschen noch schöne, erholsame Ferientage!

P.S.

                  Protokoll der verschobenen Jahreshauptversammlung

                                     (Covid 19-Virus war die Ursache)

                  am 21. Juli 2021 im Landgasthof „Rössle“ in Waldenbuch.

 

Es waren 32 Mitglieder anwesend. Zur Tagesordnung waren keine Anträge eingegangen.

 

Der 1. Vorsitzende Dr. Schneider begrüßte herzlich die Freundinnen und Freunde der Kunst und ließ nicht unerwähnt, dass sich sowohl Lob und Kritik im letzten Jahr die Waage hielten.

Leider gab es zwei Todesfälle.

Ein Mitglied ist ausgetreten.

Zur Zeit zählt der Verein 123 Mitglieder.

 

Die stellv. Vorsitzende, Helga Jacob verlas nochmals die spärlichen Aktivitäten, aufgrund der Pandemie (zwei ausgefallene Ausstellungen mit berühmten Künstlern, samt der guten Musik). Es konnte aber ein Zeichenkurs für Erwachsene und das Sommerferienprogramm mit einer regen Beteiligung trotzdem stattfinden.

 

Der Schatzmeister, Herr Hans-Dieter Christophers beschrieb die gute Haushaltslage, alles im grünen Bereich.

 

Frau Christel Kohler bescheinigte eine tadellose Kassenführung.

Herr Wolfgang  Wartbiegler  ließ durch Akklamation (einstimmig) den Vorstand entlasten.

 

Hier die Ziele für die kommenden Monate:

  • Das Malen, 1. Teil Porträt - war schon im Juni – wird fortgesetzt!
  • Ausfahrt Frieder Burda-Museum (11.07.) – hat sehr gefallen.
  • Im September – Besuch des Ritter-Museums, Heinz Mack, Werke im Licht.
  • Nächster Ausflug: Winterthur-Kunstmuseum-Expressionismus Schweiz
  • Vortragsreihe mit Ricarda Geib wird fortgesetzt,
  • Teilnahme am Sommerferienprogramm in beiden Gemeinden zum Thema: „Unser liebes Federvieh“ im August,
  • Jugendförderung in beiden Gemeinden mit einer „Profi-Künstlerin“,
  • bei Kurzausflügen, kostenlose Mitnahme von Jugendlichen unter 18 Jahren, soweit freie Plätze vorhanden.
  • evtl. kann noch eine Ausstellung im Herbst initiiert werden???
  • Kunstreise 2022 nach Leipzig/Halle.

 

Insgesamt eine sehr harmonische JHV, in der viel Lob erklang – es war eine

freudige Begegnung von ca. 1 Stunde.

Es folgte der gemütliche Teil des Sommerabends.

 

Helga Jacob

 

Wir machen heiter so weiter!!! 

BITTE BLEIBEN SIE GESUND und uns gewogen!

 

 

 

Erste Kunstausfahrt nach langer Zeit............FRIEDER BURDA MUSEUM BADEN-BADEN

 

In Frankreich erblickte der Impressionismus das Licht der Welt. Doch in der zweiten Hälfte des

19. Jahrhunderts fand die Stilrichtung, geprägt durch die malerische Darstellung flüchtiger Momentaufnahmen, in ganz Europa Verbreitung. Wegen des regen Austauschs zwischen Paris,

Moskau und St. Petersburg fiel das impressionistische Malprinzip in Russland auf besonders fruchtbaren Boden. Das bezeugt jetzt eine Ausstellung im Museum Frieder Burda, Baden-Baden. Mit mehr als 70 Leihgaben rekonstruiert die Schau „Impressionismus in Russland. Aufbruch zur Avantgarde“ die Entwicklung von jenen russischen Malern, die noch ganz im Bann von Monet und Manet standen, bis zum Rayonismus von Natalja Gontscharowa und Michael Larionow. (bis 15.08.)

 

36 reiselustige Kunstfreundinnen und -freunde besuchten diese sehr interessante Ausstellung.

Insgesamt ein schöner Sonntagsausflug nach langer Zeit! Wir möchten diese kleinen Reisen fortsetzen – es gibt noch so viel Schönes zu sehen...........

JC

 

Photos: Wolfgang Wartbiegler

Das Primat der Linie – die Zeichnung als Mutter aller Künste

Die ersten Zeichnungen dürften im Sand entstanden sein, mit dünnen Ästen gezogene Linien, sie wurden aber auch in Stein geritzt, später in nassen Ton. Es folgten andere Träger wie Papyrus, Wachs, Elfenbein, Schiefer oder Pergament. Doch entweder waren die Träger vergänglich oder die Zeichnung, andere waren zu kostbar, um viele Zeichnungen auf ihnen anzufertigen. Eine berühmte Zeichnung auf Pergament, die sich erhalten hat, ist der um 1285 entstandene Fassadenriss des Kölner Doms.

Erst mit der Verbreitung des Papiers in Europa – ab dem 12. Jahrhundert in Spanien, dem 13. Jahrhundert in Italien und dem 14. Jahrhundert im deutschsprachigen Raum-kennen wir mehr Zeichnungen. Seitdem wird auch die Vielfalt deutlich, die der Zeichnung innewohnt. Abgesehen von ihren unterschiedlichen Funktionen, also der Skizze, dem Entwurf, der Vor- und Werkzeichnung, der Nachzeichnung, der Illustration und der freien Zeichnung, spielt auch die Wahl des Papiers und des Zeichenmittels, also Kohlestifte, Kreidestifte, Silber- oder Bleistift eine Rolle.

Unter fachkundiger Leitung der Künstlerin Blanka Walter wagten sich sieben Malerinnen der Kunstfreunde W&St. am Sonntag an die Königsklasse der Malerei: DAS PORTRÄT. Es waren gelungene Malstunden mit natürlich unterschiedlichen Ergebnissen, wie die beigefügten Fotos zeigen. Aber es hat sehr viel Spaß gemacht und wir möchten unbedingt diesen Kurs fortsetzen – Termin steht noch nicht. 

Jc

Zeichenkurs bei Blanka Walter am 25. Oktober 2020

Nachdem wir zunächst eine Absage erhalten hatten, was die Räumlichkeiten im Steinenbronner Rathaus betrifft, durften die Teilnehmer des Kurses bei Frau Blanka Walter am Sonntag doch den lange geplanten, immer wieder verschobenen Kurs besuchen. Dabei wurden natürlich die Corona-Sicherheitsmaßnahmen wie Abstand, Maske und Lüften beachtet.

Die Art zu zeichnen, die Blanka Walter den Teilnehmerinnen des Kurses nahebrachte, unterschied sich sehr von dem, was man sich im Allgemeinen unter „Zeichnen“ vorstellt. Es wurde mit Kreiden, Kohle und jeder Art von Stiften und Farben gearbeitet. Die Künstlerin hatte eine ganze Anzahl von Tierpräparaten und Modellen mitgebracht, die als Anschauungsmaterial dienten. Mit Hilfe der Lehrkraft wurde man immer weiter vom reinen Abzeichnen zum großzügigen „Interpretieren“ der besonderen Merkmale und Strukturen der Tiere geführt.

Der Kurs dieser Künstlerin war ein Gewinn für alle Teilnehmer und wir hoffen auf eine Fortsetzung!

P.S.

 

Photos: Marion Bergien

Sommerferienprogramm der Schulkinder

Die Kunstfreunde Waldenbuch & Steinenbronn beteiligten sich wieder am Sommerferien-Programm in dieser Woche und trotzten der Corona-Krise – mit den entsprechenden Bedingungen: Und die Veranstaltung konnte aufgrund des schönen Wetters im schönen Innenhof des Hauses der Begegnung stattfinden.   

In diesem Jahr hieß das Thema „Alle Vögel sind schon da“ - es kamen begeisterte NachwuchskünstlerInnen und malten entweder in der klassischen Aquarelltechnik oder mit Stiften die gefiederten Freunde des Gesanges, Es wurden aber nicht die „üblichen Singvögel“,  außer einem Rotkehlchen, sondern Störche mit strubbeligem Nest, bunte Falken, wunderschöne Schwäne,  ein imposanter Greifvogel, ein gelb/roter Kakadu, usw. zu Papier gebracht. Ja, und ein Bub hat zum guten Schluss unbedingt noch eine Kuh malen wollen. Der Fantasie sind eben keine Grenzen gesetzt. Dazu Zitat aus einem Buch: „Alle wahren Kunstwerke wirken, als ob sie aus Freude hergestellt worden sind.“ (Henri)

So war es an diesem heiteren Nachmittag und die Fotos beweisen es – es hat allen Spaß gemacht.

Wir wünschen noch schöne, erholsame Sommerferien und bleiben Sie gesund – bis zum nächsten Jahr, was das Sommerferien-Programm anbelangt.

JC   

 

Photo: Petra Sigmund

Alle Photos: Marion Bergien

 

Sommerferienprogramm Waldenbuch & Steinenbronn der Kunstfreunde !

 

Das Meer und seine Bewohner war das Thema in diesem Jahr beim Malprogramm!

Der Fantasie waren wieder keine Grenzen gesetzt und erstaunlich, begann ein Waldenbucher Mädel sofort mit einem zackigen, roten Seestern, dann kamen die Feuerquallen, der kleinere Bruder griff das Thema ebenso auf.

„Die schöne Lau“ (Blautopf schwäbische Alb) war es nicht, aber immerhin malten zwei Mädels Meerjungfrauen mal ganz anders: Die eine trug eine blaue Badekappe und zünftige Boxhandschuhe, die andere kam sehr abstrakt in Aquarelltechnik daher geschwommen. Bunte Fischschwärme waren auf verschiedenen Blättern auch zu sehen und ein Bub malte gezielt Werk für seine Oma, die an diesem Tag Geburtstag hatte.

Anouk aus Frankreich zeichnet sehr naturgetreu die Unterwasserlandschaft (AGASI), und u.a. den herrlich bunten Clownfisch, samt der bunten Korallenwelt.

Es war ein schöner Anblick, den malenden Kindern im Alter von 5 – 10 Jahren zuzuschauen.

                 

Leider kamen in Steinenbronn nur drei Kinder zum Malen in die Klingenbachschule –  aber wie sagte schon Karl Valentin: „Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit.“ Priyanka gestaltete eine sehr schöne Wiedergabe der bunten Wasserwelt in Mischtechnik. Und der Haifisch, der hat......

Den Migranten-Buben Ahmet und Mohamad waren die gefährlichen Haifische sehr wichtig, zum Teil sehr naturgetreu gezeichnet. Aber dann gesellte sich auch noch der bunte Clownfisch mit verschiedenen Korallen dazu. 

Insgesamt waren alle mit den guten Ergebnissen zufrieden und begeistert von der Vielzahl der Fische überhaupt.

Die Kunstfreunde Waldenbuch&Steinenbronn wünschen allen noch schöne Sommerferien und sagen: bis zum nächsten Jahr!!!

JC

Bilder: Marion Bergien, Willi Wizemann

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