Protokoll zur Jahreshauptversammlung

am 31. Januar 2024, 18.00 Uhr im Restaurant „Krönle“ in Steinenbronn

(leicht gekürzt)

 

1.) Es waren 41 der 122 Vereinsmitglieder anwesend.

 

2.) Der Vorsitzende, Herr Dr. Schneider, begrüßte die anwesenden Mitglieder.

Falls der jetzige (an Lebensjahre reiche) Vorstand erneut gewählt wird, muss einiges geändert werden:

Es wird kein gedrucktes Halbjahresprogramm, keine Ausstellungen außer dem Künstlerforum mehr geben.

Die Reisen, Ausflüge zu Ausstellungen und Begabtenförderung werden bleiben.

 

3.) Die 2. Vorstandsvorsitzende, Frau Jacob, berichtete über die Ausstellungen, die viel Freude, aber auch viel Arbeit machten und zukünftig auch aus Altersgründen nicht mehr durchgeführt werden können. Sie bedankte sich bei den treuen Helfern. Enttäuschend ist, wenn bei den Vernissagen wenig Vereinsmitglieder anwesend sind.

Auch das Sommerferienprogramm für Kinder der Gemeinden wurde wieder mit Begeisterung der kleinen Teilnehmer durchgeführt.

Frau Jacob gab schon einen kleinen Ausblick auf geplante Aktivitäten im Jahr 2024, wie z.B. ein Vortrag mit Frau Geib im März und ein Besuch bei Glaskünstlern in Holzgerlingen.

 

4.) Die Schriftführerin, Frau Sigmund, berichtete von den Kunstausflügen, die 2023 stattgefunden haben.

 

5.) Es folgte der Bericht des Schatzmeisters, Herrn Christophers. Neben 5 aus Altersgründen ausgeschiedenen Mitgliedern  gedachte der Verein der 2 Verstorbenen.

2 neue Mitglieder wurden aufgenommen.

Nach dem ausführlichen Kassenbericht erklärte Herr Christophers, wo Einsparungen bei Aktivitäten vorgenommen werden müssen: Das Künstlerforum wird zwar beibehalten, aber die Ausgaben werden eingeschränkt. Busausfahrten wird es weniger geben können. Im September ist eine Kunstreise in den Harz geplant.

 

6.) Die Kassenprüferin, Frau Kohler erklärte, dass die Kasse mit Sorgfalt geführt wurde und in Ordnung sei. Die Entlastung war einstimmig.

 

7.) Zu den Berichten gab es keine Aussprache.

 

8.) Frau Odendahl leitete die einstimmige Entlastung des Vorstandes ein.

 

9.) Frau Odendahl überbrachte die Grüße der Stadtverwaltung und des Landrats Roland Bernhard und sprach den Dank für die Aktivitäten wie Ausstellungen, Ausflüge, „Beschickung“ der Amtsblätter, Homepage und auch den Helfern bei den Ausstellungen aus.

 

10.) Frau Odendahl leitete die Wahl des neuen Vorstandes, offen „en bloc“ wurden gewählt: 1. Vorsitzender ist Herr Dr. Schneider, 2. Vorsitzende Frau Jacob, Schriftführerin Frau Sigmund, Schatzmeister Herr Christophers. Kassenprüfer, Frau Kohler und Herr Mayer.

 

11.) Verschiedenes: Frau Jacob sprach über die Idee einer Versteigerung der Bilder des Vereins. Herr Helmut Gebhardt erklärte sich bereit, die Versteigerung zu leiten. Frau Mehnert bedankte sich für die von Frau Jacob geplanten und durchgeführten Kunstkurse bei verschiedenen Künstlerinnen.

 

2. Februar 2024                  P. Sigmund

 

 

 

 

Stammtisch mit Frau Geib

Auf viel Interesse stieß am 20. März 2024 der Vortrag der Kunsthistorikerin Frau Geib. Dieses Mal war das Thema „ KINDHEIT -  TRÄUMEN VON EINER ZUKUNFT“. Anhand zahlreicher, sehr unterschiedlicher Gemälde aus den Stilepochen der Gotik bis zur Neuzeit veranschaulichte Frau Geib das Kindsein. Den Anfang machte ein Gemälde von Otto Dix, das seine fröhlichen, krafttrotzenden Kinder zeigte. Der krasse Gegensatz dazu war das folgende Gemälde einer gotischen Madonna. Und so ging es weiter. Ein besonders anrührendes Bild war von Domenico Ghirlandaio, das einen alten Mann mit seinem Enkel zeigte, der sich vertrauensvoll an ihn schmiegte. Mehrere Bilder waren von Velasquez, unter anderem sein berühmtes Werk „ Las Meninas“, das das Leben der kleinen Prinzessin beschreibt und zeigt, dass es gar nicht so erfreulich war, eine Prinzessin zu sein. Reiche, selbstbewusste Kaufmannsfamilien waren auf Bildern von Peter Paul Rubens zu sehen. Im Kontrast dazu stehen die armen Worpsweder Kinder, die Paula Modersohn-Becker so eindrucksvoll dargestellt hat. Man entdeckte durch den Vortrag so manches, was einem nicht sogleich ins Auge gefallen wäre, da Frau Geib mit ihrem fundierten Wissen historische Hintergrundinformationen gab und den Symbolcharakter der Werke veranschaulichte.

P. S.

Glaskunst vom Feinsten

konnten die Besucher der Ausstellung von Fritz und Elke Mühlenbeck am Sonntag, dem 7. April 2024, in dem neuen Atelier in Holzgerlingen bewundern. Die Glasbilder von Fritz Mühlenbeck sind nicht nur Handwerkskunst. Bei ihm wird aus Glas „Kunstglas“! Das Künstlerehepaar begrüßte uns freundlichst mit Kaffee und Kuchen. Fritz Mühlenbeck berichtete von seinem Werdegang und auch den Techniken, die er verwendet. Mit Hilfe eines besonderen Sandstrahlers kann er auch fotografische Motive in seine Werke einarbeiten. Dieses besondere Verfahren hat der Künstler selbst erfunden. Die transparenten, häufig mehrdimensionalen Bilder oder eher Stelen haben einen ganz besonderen Reiz. Die Gläser dazu werden zum größten Teil speziell für ihn hergestellt. Auf einer Wand im Atelier waren Fotografien von Werken zu sehen, die außerhalb des Ateliers zu finden sind. Viele dieser modernen Werke stehen in näherer Umgebung, wie zum Beispiel in Holzgerlingen, Weil im Schönbuch oder Schönaich. Aber auch im sakralen Bereich ist Fritz Mühlenbeck international tätig. Zum Teil sind es Restaurationen alter Kirchenfenster, aber meistens handelt es sich um eigene Entwürfe, wie das Tauffenster und Abendmahlfenster in der Martinskirche in Weil im Schönbuch.

Elke Mühlenbeck stellte ihre wunderschönen Glasschalen aus Fusing-Glas vor.

Alle Besucher der Ausstellung waren beeindruckt davon, wie man Glas in großartige Kunst verwandeln kann!

P.S.

SAG MIR, WO DIE BLUMEN SIND.................

DIE SINNE DER PFLANZEN  -  AUSSTELLUNG IN DER VILLA MERKEL – GALERIE DER STADT ESSLINGEN

 

Am 11. Mai besuchten 15 Freunde der Kunst diese Ausstellung, die schon sehr viel Humor abverlangte:

Die Ausstellung zeigt Positionen junger zeitgenössischer Künstlerinnen, die sich

mit den vielfältigen Sinneswahrnehmungen und der Intelligenz von Pflanzen auseinandersetzen. Hierbei stehen die Sinne und Fähigkeiten von Pflanzen im Fokus der Betrachtung. Die Künstlerinnen stellen so unser Selbst- und Weltbild humorvoll und hintersinnig auf die Probe. An der Schnittstelle zwischen Kunst und Wissenschaft sowie indigenen Wissensweisen werden neue Perspektiven auf das Verhältnis von Pflanzen und Menschen geworfen. Ähnlichkeiten, Verwandtschaften, aber auch Andersartigkeiten zwischen Pflanzen und Menschen eröffnen ästhetische Zwischenräume, die zu alternativen Denkweisen inspirieren möchten, um jenseits von Speziesgrenzen ein respektvolles Miteinander zu ermöglichen. Welche Rechte könnten oder sollten Pflanzen in unserem gemeinsamen Lebensraum zuteilwerden?

 

Die Villa Merkel befasst sich in erster Linie immer mit zeitgenössischer Kunst – eine große

Herausforderung an den Betrachter, aber die Kunst ist ja bekanntlich ein weites Feld!

Die Ausstellung ist noch bis 02.06.2024 zu sehen.

JC

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